Brief an Gauck Sinti und Roma beklagen "aggressiv geführte" Zuwanderer-Debatte

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma beklagt eine "zunehmend aggressiv geführte Debatte" über die Zuwanderung von Menschen aus Bulgarien und Rumänien.

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma beklagt eine "zunehmend aggressiv geführte Debatte" über die Zuwanderung von Menschen aus Bulgarien und Rumänien. Der Verband appellierte deshalb an Bundespräsident Joachim Gauck, sich dafür einzusetzen, das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

Gauck solle ein politisches Signal an die Parteien senden, die Zuwanderung nach Deutschland nicht zum "populistischen Wahlkampfthema auf Kosten der Minderheit von Sinti und Roma" zu machen.

Der Zentralratsvorsitzende Romani Rose schrieb an Gauck, die gegen Roma und Sinti gerichtete Diskussion über Kriminalität und Armutsflüchtlinge stelle die Minderheit pauschal als öffentliche Gefahr dar. Der Zentralrat forderte die Bundesregierung zugleich auf, sich bilateral und auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, die Situation von Sinti und Roma in den Herkunftsländern zu verbessern.