Beim Absturz eines Hubschraubers der EU-Friedenstruppe in Bosnien sind vier Menschen getötet worden - darunter zwei Deutsche aus dem Saarland.

Beim Absturz eines Hubschraubers in Bosnien sind nach Militärangaben alle vier Insassen ums Leben gekommen. Neben zwei deutschen befanden sich auch zwei spanische Offiziere an Bord, sagte ein Sprecher des spanischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag in Madrid.

Eufor-Hubschrauber in Bosnien abgestürzt; dpa

Der Eufor-Hubschrauber ist in der Nähe der zentralbosnischen Stadt Travnik abgestürzt - an Bord sollen auch zwei deutsche Offiziere gewesen sein. (© Foto: dpa)

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Die beiden getöteten Bundeswehrsoldaten kommen aus dem saarländischen Zweibrücken. Das teilte Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) am Donnerstag während einer Debatte über die Bundeswehr im Bundestag mit. Er habe mit "Betroffenheit und innerer Anteilnahme" von dem Unglück, bei dem auch die beiden spanischen Piloten starben, erfahren.

Das Unglück zeige, "mit welchem Risiko der Einsatz für Frieden und Stabilität und damit unserer Sicherheit verbunden ist". Ähnlich äußerte sich auch der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe.

Der spanische Hubschrauber war gegen Mittag nahe der zentralbosnischen Stadt Travnik abgestürzt. Er befand sich nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums auf einem Einsatzflug für die EU-Truppe in Bosnien (Eufor).

Das deutsche Verteidigungsministerium bestätigte zunächst nur den Absturz, machte aber keine Angaben zu Toten und Verletzten. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen seien wegen des bergigen und zum Teil verminten Geländes schwierig, sagte ein Sprecher in Berlin.

Eufor, die aus 2000 Soldaten verschiedener Nationen bestehende EU-Truppe, hatte die Friedenssicherung in Bosnien 2005 von der Nato übernommen, die die Aufgaben nach dem Bosnien-Krieg 1995 übernommen hatte. Spanien ist mit 250 Soldaten der größte Truppensteller von Eufor. Aus Deutschland kommen 130 Soldaten.

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(Reuters/AP/cag/woja)