Die Gewalt zwischen Opposition und Anhängern von Präsident Evo Morales eskaliert. Nun wollen die Nachbarstaaten vermitteln.
Mindestens 16 Leben hat der neueste Kampf um Bolivien bereits zerstört, jetzt wird die gesamte Region nervös. Für diesen Montag ruft Chiles Präsidentin Michelle Bachelet die Kollegen aus der Union der Südamerikanischen Nationen (Unasur) zum Krisengipfel nach Santiago.
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Staatschef Evo Morales (© Foto: AFP)
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In der chilenischen Hauptstadt sollen der bolivianische Staatschef Evo Morales und elf weitere Oberhäupter erörtern, wie der gefährliche Konflikt in der Andennation eingedämmt und die weitere Gas-Versorgung gesichert werden kann. "Wir wollen ein Bolivien in Frieden, das ist Aufgabe der Unasur", sagte Bachelet. Gleichzeitig bemüht sich die Regierung in La Paz um Gespräche mit den wildgewordenen Opposition.
Vizepräsident Álvaro García Linera traf am Wochenende Mario Cossío, den Gouverneur der rohstoffreichen und aufständischen Region Tarija. Doch eine Lösung ist nicht in Sicht.
Die Zentrale im Hochland bezeichnet den Widerstand im Tiefland als "zivilen Putsch". Über das amazonische Department Pando verhängte Morales den Ausnahmezustand, nachdem dort 16 Kleinbauern ermordet worden waren, die zu einer Demonstration für ihn wollten.
Präsidialminister Juan Ramón Quintana spricht von einem Massaker rechtsextremer Milizen. Morales macht den Pando-Gouverneur Leopoldo Fernández für den Anschlag mitverantwortlich. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, den ehemaligen Verbündeten des früheren Diktators Hugo Banzer zu verhaften. Außerdem besetzte die Armee den Flughafen und rückte in die Stadt Cobija vor.
Die Anführer der Unruheprovinzen Santa Cruz, Tarija und Beni wollen Fernández indes unterstützen und den Dialog mit Morales abbrechen, sollten weitere Menschen getötet oder verletzt werden. Sie geben ihm und seiner Bewegung zum Sozialismus die Schuld an der Auseinandersetzung.
Die Widerständler verlangen die Rückzahlung von Gewinnen aus der Öl- und Gasförderung. Sie haben sich eine weitreichende Autonomie genehmigt und lehnen die von Morales geplante Abstimmung über die neue Verfassung ab. In dem Entwurf, der unter Ausschluss der Gegner beschlossen worden war, garantiert der erste indianische Präsident der Republik den lange missachteten Ureinwohnern mehr Rechte.
Seinen Kontrahenten strich er Steuereinnahmen zugunsten von Bedürftigen. Ein Referendum über sein Verbleib im Amt gewann er kürzlich mit 67,4 Prozent der Stimmen, zu den übrigen 30 Prozent allerdings gehören mächtige Unternehmer. "Sie wollen sich zu einem faschistischen und rassistischen Staatsstreich verschwören", erklärte Morales am Samstag in Cochabamba. "Sie können den Indio stürzen, aber nicht das bolivianische Volk. Wir müssen diesen Prozess des Wandels um jeden Preis verteidigen."
Die Reviere seiner Herausforderer kann er kaum mehr betreten. In Santa Cruz demolierten Anhänger des Gouverneurs und Rädelsführers Ramón Costas staatliche Einrichtungen, Gas und Benzin werden knapp. Die gewalttätigsten Schlägertrupps stammen aus der sogenannten Jugend-Union, einige ihre Mitglieder verwenden Hakenkreuze. Morales' Sympathisanten rüsten zur Gegenwehr.
Auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez kündigte Beistand an, sein Eingreifen lehnt Boliviens Militär indes harsch ab. Morales und Chávez hatten jeweils den US-Botschafter ihrer Länder verwiesen. Morales wirft dem Amerikaner Philip Goldman vor, den Separatisten zu helfen. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva drohte, er werde einen Bruch von Boliviens Verfassung durch Morales' Feinde nicht dulden.
(SZ vom 15.09.2008/dmo)
Frauen in Saudi-Arabien
...in der Lage sein wird eigenständig, d.h. ohne die USA, eine Krise auf südamerikanischem Boden zu lösen...............
die immer wieder gleiche uralte US-"Lösung" liegt ja bei der "Opposition" schon nahe... faschistische Schlägertrupps und grosszügige finanzielle Ausstattung und Bewaffnung der Pinochets in Wartestellung
...in der Lage sein wird eigenständig, d.h. ohne die USA, eine Krise auf südamerikanischem Boden zu lösen. Denn dass Bolivien die Krise aus eigener Kraft meistern wird, ist äußerst zweifelhaft. Ähnlich wie in Venezuela geht es auch in Bolivien um die Teilhabe der Armen am gesellschaftlichen Reichtum. Ähnlich wie in Venezuela versuchen die alten, teilweise rechtsgerichteten Eliten um jeden Preis eine Veränderung des Status Quo zu verhindern. Ähnlich wie in Venezuela wird es aber eine riesige Herausforderung sein zu verhindern, dass sich die neuen Eliten genauso an den Rohstofferlösen bereichern wie es die alten taten, sowie ein dauerhaft gerechtes und freiheitliches Modell auf die Beine zu stellen.
@ LeeHarveyOswald
Stimmt, wo bleibt Frau Pappritz, die sich für um die Grundrechte Fürst Adams sorgte, speziell die Meinungsfreiheit und das Briefgeheimnis für Monarchen und die Menschenrechte von Friedrich Merz durch den Ausdruck "Gesocks" schwer verletzt sah? Das Recht auf Leben von Armen in Boliven sollte doch wohl auch unter den spitzen Schrei der Empörung fallen oder ist eher das Recht auf Opposition für Faschisten?
"Dass sich die zwei Jahre der Regierungszeit von Morales positiv für die überwiegend arme Bevölkerung ausgewirkt haben, lässt sich an der Lage der Kinder leicht beschreiben. Der Bevölkerungsmehrheit kommt ein größerer Teil des Reichtums zu gute. Während sich die Lage armer Menschen weltweit wegen der steigenden Preise für Grundnahrungsmittel deutlich verschlechtert, hat sich die Kindersterblichkeitsrate in Bolivien verringert. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerk UNICEF) wurde die Kindersterblichkeit halbiert."
www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27761/1.html
Wer hier rechte Schlägertrupps einsetzt, kann man unter in 18 Teilen auf Youtube ansehen:
"Die Geschichte der CIA"
Ein ARTE Film vom französischen Fernsehen mit den ehemaligen Mitarbeitern und CIA-Chefs
Die USA versorgen - nachweislich - diese Schlägertrupps mit Geld und Material.
Nachweislich gehören diese Schlägertrupps der rechten Szene an!
Diese wurde von den USA aufgebaut. Die USA haben diese rechte "Szene" darunter befanden sich auch ehemalige Nazis für ihre Zwecke - der wirtschaftlichen Ausbeutung der latein- und südamerikanischen Länder engesetzt.
Beweis: "Die Geschichte der CIA"
Auf Youtube 18 Teile ansehen. Hier kommt die ganze Wahrheit ans Licht.
Morales versucht Gerechtigkeit zu schaffen und nur den Föderalismus einzuführen, der z.B. in der Bundesrepublik seit 1949 existiert.
Die USA unterstützt die Großgrundbesitzer und Konzerne!
So einfach ist das!
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