Bibelfest, gut verdrahtet, zielstrebig: Bodo Ramelow hat sich seinen Spitzenplatz in der Thüringer Linken hart erarbeitet.
Er zwitschert wieder. Ziemlich früh am Morgen und ziemlich fröhlich. "Guten Morgen! Eine viel zu kurze Nacht und schon seit 6:30 Uhr auf dem Weg nach Berlin!", lässt Bodo Ramelow seine Anhänger über den Onlinedienst Twitter wissen. Es wird nicht der letzte Eintrag im digitalen Zwitscherforum bleiben an diesem Tag.
Harmonisch sitzen da zwei Männer nebeneinander, die in der Linken nicht dafür bekannt sind, immer an einem Strang zu ziehen: der Thüringer Ramelow und der Saarländer Oskar Lafontaine. (© Foto: ddp)
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Ramelow muss sich mitteilen, schon im Wahlkampf waren seine Finger unablässig über die Handytastatur getanzt. Kleine Boshaftigkeiten wanderten so ins Netz über die "Krabbelgruppe" des Dieter Althaus und dessen künftiges Leben als "Ex-Ministerpräsident". Nun feiert Ramelow, natürlich auch auf Twitter, seinen Sieg.
Am Vormittag verstummt das Gezwitscher für ein Weilchen. Im Redaktionsgebäude der einstigen SED-Zeitung Neues Deutschland im Berliner Stadtteil Friedrichshain tagt der Parteivorstand der Linken. Es wird, wie ein Teilnehmer berichtet, viel "gejubelt und gelobt". Zwei Sieger sind zu feiern, der Saarländer Oskar Lafontaine und der Thüringer Ramelow.
Beide haben für die Linke in ihren Bundesländern die Chance auf eine Regierungsbeteiligung erkämpft. Nun sitzen sie in einer Sitzungspause nebeneinander vor der Hauptstadtpresse. Großzügig lobt Lafontaine das "außerordentlich gute Ergebnis" in Thüringen, erst dann erwähnt er in der ihm eigenen Bescheidenheit das gute Abschneiden im Saarland.
Harmonisch sitzen da zwei Männer nebeneinander, die in der Linken nicht dafür bekannt sind, immer an einem Strang zu ziehen. Die Partei darf gespannt sein, ob der doppelte Sieg sie künftig eher eint oder trennt. Die beiden unterscheiden sich fast in jeder Hinsicht - in Herkunft, im Politikstil und zum Teil auch in ihren Plänen für die Linkspartei.
Aufgewachsen ist Ramelow in Rheinhessen in einer protestantischen Familie, was ihn bis heute prägt. In der Linkspartei zählt er zum überschaubaren Kreis der Religiösen. Zum Reformationstag hielt er im vergangenen Jahr eine Predigt in der Auenkirche im Berliner Stadtteil Wilmersdorf über den "Brief an die Philipper 2, 12 - 13".
Nicht nur seine Bibelfestigkeit macht den 53-jährigen Ramelow zu einer Ausnahmefigur in der Linkspartei. Der gelernte Kaufmann ist als Gewerkschafter 1990 nach Thüringen gekommen, wo er rasch zum Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen aufstieg.
Ramelow, der 1999 zur PDS stieß, wird ungeachtet seiner Herkunft als Wessi akzeptiert in Thüringen. Versuche der Jungen Union, ihn als unechten Thüringer zu diffamieren, liefen ins Leere. Im Land ist die Linke Volkspartei, und Ramelow ist es gelungen, das zu verkörpern.
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noch etwas zu Bodo Ramelow Partei DIE LINKE.
im Anhang Bodo Ramelow`s Antwortschreiben vom 09.08.2009 zur Stellungsnahme auf das Schreiben meines Anwalts (29.07.2009), in seiner Rückantwort kann er sich nichr mehr erinnern,
der FR gesagt zu haben:
Menschen wie der zurückgetretene Vorsitzende der Baunataler Linken, Bernd Heinicke, gehörten zu den "zehn Prozent Irren", von denen Fraktionschef Gregor Gysi wiederholt gesprochen habe. "Mit denen ist keine Verständigung möglich", sagte Ramelow.
Die FR- antwortet am 25.08.2009 durch Herrn Dr. Matthias Schulenberg (siehe Anhang):
Herr Schindler ist sich sicher, dass die Äußerungen so gefallen sind, wie er sie aufgeschrieben hat.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Heinicke aus Baunatal
Die Linke in Hessen
"Ein Panorama des Elends"
Die Linkspartei im Land zerfleischt sich selbst:
Zwischen Teilen der Basis und Abgeordneten tobt Streit.
Pit Metz tritt aus.
07.01.2009
VON MATTHIAS THIEME UND JÖRG SCHINDLER
Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl stürzt die Linkspartei in Hessen in eine tiefe Krise. Teile der Basis richten schwere Vorwürfe gegen die Abgeordneten der Partei - und Mitglieder treten scharenweise aus: In Baunatal verabschiedeten sich gleich 33 Linke auf einen Schlag, in Marburg trat der ehemalige Spitzenkandidat Pit Metz aus der Partei aus.
"Es kracht in allen Ortsverbänden", sagt Helge Welker, Stadtverordneter der Linken in Rosbach. Die Wut der Basis auf die Spitzenkandidaten sei in ganz Hessen und auch in anderen westlichen Bundesländern zu spüren, viele Mitglieder stünden deshalb kurz vor dem Austritt aus der Partei. "Wir dürfen mit solchen Menschen nicht in den Landtag einziehen", sagt Welker zum hessischen Spitzenpersonal der Linken. "Ich hoffe, dass sie es nicht schaffen." Der Hauptvorwurf gegen Willi van Ooyen, Ulrich Wilken, Marjana Schott und Co: Sie seien von der Berliner Parteiführung eingesetzte "Karrieristen", die gegen die Basisdemokratie "durchgedrückt" worden seien und in Wiesbaden linke Positionen verraten hätten. "Sie vertreten weder die Partei in Hessen, noch was in unserem Programm steht", so Welker.
Wie der Stadtverordnete denken mittlerweile viele in der Partei. Ferdinand Hareter, ehemaliger zweiter Landesvorsitzender der Linken, kann über die Arbeit der Landtagsfraktion nur den Kopf schütteln. "Ich für meinen Teil schäme mich für die geistigen Ergüsse, die da aus der Landtagsfraktion versandt werden", schreibt Hareter in einem Brief an die Genossen. Mit den
Wie der Ramelow das unter den Ex-SED'lern aushält (als Protestant!) ist mir unbegreiflich. Daß ihn die Thüringer als einen der ihren akzeptieren, will viel heißen, wie er das geschafft hat, ist mir auch nicht klar. Der Mann ist mir ein Rätsel.
Wurmloch
Es müsste Ihnen eigentlich bekant sein, dass Herr Ramelow aus dem Westen kommt.
" Wurmloch: Ramelow wird als fleissiger Kämpfer
hochgejubelt. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, dürfen die die sich damals als Gefängniswärter aufspielten eine grosse arrogante Lippe führen."
Meinst du jetzt die CDU oder die Linken?
In der CDU sind ja bekanntlich weit mehr Ex-SEDler als bei den LINKEN.
hochgejubelt. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, dürfen die die sich damals als Gefängniswärter aufspielten eine grosse arrogante Lippe führen. In den Medien sind sie sehr gefragt und man fragt sich, was wollen die Zeitungen und das Fernsehen eigentlich damit bezwecken? Wollen sie nur durch Klamauk den Umsatz steigern, oder wollen sie mithelfen, dass die Republik rot wird. Sollte das passieren wird es International schwere Folgen für Deutschland haben. Die SED-Roten sind keine Papiertiger.
Paging