Der Bundesnachrichtendienst soll Militär-Informationen und die Koordinaten möglicher Ziele aus Irak gesendet haben - für die Regierung ist das nichts Ungewöhnliches.
Die Opposition sieht sich in ihrer Auffassung bestärkt, dass die beiden Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) während ihres Einsatzes in Bagdad im Irak-Krieg 2003 kriegsrelevante Informationen geliefert haben. Das erklärten Vertreter von FDP, Linkspartei und Grünen am Donnerstag nach der Vernehmung eines der beiden Agenten im BND-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Unklar sei allerdings, was von diesen Informationen an das US-Militär weitergeleitet worden sei. Die SPD beharrte darauf, es gebe keinen Hinweis, dass die Agenten Informationen geliefert hätten, die "taktisch-operativ" für die USA von Nutzen gewesen wären.
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Die Agenten hätten in der "heißen Phase" des Krieges mit einer Ausnahme ausschließlich militärische Objekte mitsamt den Zielkoordinaten gemeldet. (© Foto: AP)
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Letztlich geht es im Ausschuss um die Frage, ob durch die Weitergabe von Informationen an die USA das offizielle Nein der damaligen rot-grünen Bundesregierung zu einer Beteiligung am Irak-Krieg konterkariert wurde. Dabei kommt es entscheidend darauf an, welche Informationen an die USA gelangt sind. Dazu soll in der kommenden Woche jener Beamte gehört werden, der in der BND-Zentrale in Pullach für das Filtern der Nachrichten aus Bagdad zuständig war.
Wichtig für die politische Bewertung des Einsatzes ist auch, was genau das Kanzleramt, das gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt den Einsatz genehmigt hatte, über die Mitteilungen aus Bagdad wusste. Im Fokus steht dabei der heutige Außenminister und damalige Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier (SPD). Man wolle wissen, wer die Verantwortung dafür trage, dass mit den Informationen "keine rote Linie überschritten" worden sei, sagte FDP-Obmann Max Stadler in einer Pause der nicht-öffentlichen Ausschusssitzung.
Für den Grünen Hans Christian Ströbele steht fest, dass die Agenten in der "heißen Phase" des Krieges zwischen 20.März und 10. April 2003 mit einer Ausnahme ausschließlich militärische Objekte mitsamt den Zielkoordinaten gemeldet hätten. Die Regierung, die versichert hat, der Einsatz habe vor allem der Identifizierung sogenannter Non-Targets (Nicht-Ziele) gedient, um eine Bombardierung von Schulen oder Krankenhäusern zu vermeiden, habe die Öffentlichkeit in die Irre geführt. Auch Stadler sagte, die Version von den Non-Targets habe mit der Realität nichts zu tun.
Demgegenüber wandte sich SPD-Obmann Michael Hartmann gegen das "Koordinatenmärchen". Es sei ganz selbstverständlich gewesen, dass diese Daten mitgeliefert worden seien, weil es über den Irak nur veraltetes Kartenmaterial gegeben habe. Im übrigen seien die Amerikaner nicht an den vom BND gemeldeten MG-Nestern interessiert gewesen, sondern an Fabriken und Flugplätzen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 19.09.2008/pir)
Und die BND-Leute der Auswertung in Pullach, sollen jetzt verantwortlich gemacht werden?
Wer hat die Meldungen erhalten? Steinmeier!
Und wer hat von den Aufträgen bis ins kleinste Detail gewußt? Steinmeier!
Die Informationen flossen immer - im Hintergrund drängte die NATO!
Bereits vor dem ersten Bombenabwurf war allen klar, was hier läuft.
Die Aggressoren sitzen in Washington und in der NATO!
http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Irak/piper.html
Man muß sich nicht wundern, wenn die islamische Welt solche Fakten gegen die westliche Welt aufführt:
http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/category/irak/
Wie heißt es doch so schön in der Bibel: Wer Gewalt sät - wird Gewalt ernten!
Fakt ist: Dass die USA das Saddam-Regime gefüttert hatten.
Warum treten wir nicht sofort aus der NATO aus? Wieso werden wir nicht neutral wie die Schweiz?
Das wäre jetzt noch der einzig richtige Weg. Es gibt keine Argumenta dagegen. Der Schweiz geht es wirtschftlich hervorragend - und bei uns könnte es genauso sein!
JA ja, der gute alte BND, immer mit dabei wenns wo brennt, wie z.B. als 1992 für rd. 300 Mio US$ "landwirschaftliche Maschinen" trotz Waffenembargo nach Kroatien geliefert wurden, dafür fehlten plötzlich in den alt-NVA Beständen dann 24 MIG-21, einige TAusend Infanteriewaffen, einige Geschütze, Panzer und Schützenpanzer und rd. 200 Tonnen Munition, Ausrüstung und Zubehör :-)
DAmals hatte das Ganze wenigstens halbwegs Sinn, da die nahezu wehrlosen Kroaten endlich einige "Mittel" in die Hand bekamen um ihr Land vor der serbischen Agression und Okkupation zu verteidigen.
Aber wenn hier der BND im Irak mitgeholfen hat bei der Tötung von Zivilisten sowie der illegalen Besatzung des iraks, dann ist es mehr als verwerflich.
Herrn Steinmeier werden schon die entsprechenden Worte einfallen, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Verharmlosen, Verallgemeinern usw.Schade, dass viele Politiker einen für dumm verkaufen möchten.
Erst die nach wie vor ungeklärten Vorgänge um Murat Kurnaz, "Besuche" deutscher Ermittler in US-Lagern, und CIA Entführungen über Deutschland.
Dier "Fall" ist abgeschlossen, die Beweise vermutlich vernichtet.
Nun die freundliche Unterstützung für das US-Militär durch den BND.
Beides unter der Ägide des hochbeliebten und geschätzten Herrn Steinmeier.