Weil jeder Politiker gerne der Freund des einflussreichen Nachbarn sein möchte, versuchen die Kampagnenteams der Präsidentschaftskandidaten entsprechend, die Blogger mit Informationen und Gerüchten zu versorgen.
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Dies führt dazu, dass das Internet zu einem neuen Schlachtfeld der Kandidaten-PR geworden ist. George W. Bushs ehemaliger Wahlkampfberater Dan Bartlett zeichnete jüngst im Interview mit dem Magazin Texas Monthly ein wenig schmeichelhaftes Bild von den Bloggern: "Es funktioniert wie eine direkte Injektion in die Adern deiner Unterstützer. Sie kotzen genau das heraus und setzen es auf ihre Blogs, was du ihnen gesagt hast."
Werden die Blogs also von Enthüllern zu unfreiwilligen Propaganda-Helfern? "Natürlich gibt es diese Gefahr", sagt Daily-Kos-Schreiberin Houle, "doch nur die wenigsten Blogger übernehmen die ungefilterten Botschaften der Kandidaten."
"Aber Blogs müssen natürlich genauso skeptisch betrachtet werden wie die traditionellen Medien", ergänzt sie. Tatsächlich finden sich neben fundierten Analysen über die Kandidaten und deren Programme auch allerhand Schimpftiraden und ungeprüfte Gerüchte.
So spekulierten im November zahlreiche Blogger über eine lesbische Affäre zwischen Hillary Clinton und einer ihrer Beraterinnen. Die Grundlage war schlicht ein Hörensagen-Gerücht, das besagte, die Los Angeles Times halte Informationen über einen Sex-Skandal eines Präsidentschaftskandidaten zurück.
Wirkliche Enthüllungen wie in den vorangegangenen Wahlkämpfen bleiben derweil noch aus - vielleicht, weil einige Blogger inzwischen die Seiten gewechselt haben und die Kandidaten im Umgang mit Nachrichten aus dem Netz beraten.
Wie das funktioniert, zeigte jüngst das Wahlkampfteam von Rudy Giuliani. Ein Artikel von Politikblogger Ben Smith, dem ehemaligen Reporter der New York Daily News, hatte auf der unabhängigen Nachrichtenseite Politico für Wirbel gesorgt: New Yorks Ex-Bürgermeister habe möglicherweise Stadtgelder für Reisen zu seiner Geliebten verwendet, so Smiths Vorwurf.
Weil sein Artikel jedoch nur wenige Stunden vor einer wichtigen republikanischen Fernsehdebatte an die Öffentlichkeit gelangte, stellte sie das Giuliani-Wahlkampfteam sogleich als gezielte Hetzkampagne eines Kontrahenten dar. Die Diskussion spaltete sich in der Folge auf: Während sich die liberalen Blogs mit Smiths Artikel beschäftigte, fanden viele konservative Blogger eine andere Frage spannender: Sie überlegten, welcher der Rivalen hinter der Veröffentlichung stecken könnte.
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(sueddeutsche.de/bavo)
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Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
freut mich wieder von Ihnen zu lesen, woksoll.
Und das war's mal wieder heute. Die Bürgersteige werden wieder hochgeklappt.
Für Kommentare bleibt keine Zeit mehr. Die gibts jetzt nur auf www.szenso.de
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@woksoll:
Na da bin ich aber ehrlich erleichtert. Dachte schon sie haben sich dem großen Treck ins Exil angeschlossen.
Wir hatten sie schon auf die Liste der "Ausgewanderten" vermerkt.
Ihre Kommentare gefallen mir bestens - Sie sprechen mir oft aus der Seele.
HoChiMinh: den woksoll gibts schon noch: online und bei www.szenso.de aber nicht mehr im Südcafe. Ins Cafe gehe ich nur abends. Da ist ja hier zu. (Weil der Jugendschutz die Praktikantinnen nach Hause schickt? :-)
Der Herr Graff wird sich als guter Bayer auf den CSU-Standpunkt stellen: was jicken mich die Amis? Beim Mindestlohn sind die auch kein Vorbild, warum sollen sie es dann beim Internet sein. Da bleibt der Herr Dr. Graff lieber auf seinem Stndpunkt der Benekdiktiner (Gutsager für die Nichtlateiner) wie weiland von dem Semiotiker Umberto Eco in "Der Name der Rose" beschribene. Bücher nur im Kloster. Bücher nur in der Sprache der Gelehrten und nicht der Idio*ten. Nach Luther und Guttenberg kam der Spruch auf: Die Realktion schläft nicht. Oder wie Galileo es formulierte actio est reactio (Kissingers Grundlage für das Gleichgewicht des Wiener Kongresses, seinem Dissertationsthema :-)))
Aber im Ernst: sieht man sich bei Alexa die Zahlen an, kann einen schon die Panik greifen, wie bei Herrn graff zu beaobachten:
www.alexa.com/data/details/traffic_details/yalicoo.com?site0=sueddeutsche.de&site1=speigel.de&site2=washpost.com&site3=nyt.com&site4=google.de&y=p&z=3&h=300&w=610&range=5y&size=Medium
Die Washington Post und die New York Times kämpfen mit dramatischen Zugriffsrückgängen. Da schmelzen bei dem nichtgefundenen Geschäftsmodell auch noch die Werbeinnahmen wie Butter ind er Sonne. Es konnt noch so weit, dass wir selber die Agenturen wie Reuters, AFP oder Nowosti lesen müssen, anstatt sie von einem Agnturdistributor mit Werbeung angeriechert netto durchgereicht zu bekommen.
@lusitania1:
An den Kommentator 'woksoll' brauchen Sie nicht mehr zu schreiben, den gibts nicht mehr.
den Artikel schon gelesen hat? Aber vielleicht ist der Artikel ja von einem Maulwurf geschrieben worden, einem heimlichen Sympathisanten von www.szenso.de vielleicht.
Paging