Die Jagd auf Osama bin Laden ist für Amerika eine Frage der Ehre. Die Bush-Regierung traute dies offenbar eher privaten Unternehmen als den eigenen Soldaten zu.
Wirklich überraschen mag die Nachricht nicht mehr: Um ihren "Globalen Krieg gegen den Terror" zu gewinnen, heuerte die Regierung von George W. Bush auch private Killer-Kommandos an.
Söldner der Blackwater-Firma: Im Töten ist dieser Konzern ein Marktführer. (© Foto: AP)
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Wie üblich landete auch dieser Geheimauftrag zur Hinrichtung von Al-Qaida-Mitgliedern in trüben Wassern - bei Blackwater Worldwide nämlich, jener Firma, deren ruchlos brutale Söldner im September 2007 mal eben 17 Zivilisten auf einem Marktplatz von Bagdad niederschossen. Keine Frage - im Töten ist dieser Konzern ein Marktführer.
Die Jagd auf Osama bin Laden ist für Amerika eine Frage der Ehre. Und doch wollten Bush und Cheney selbst diese Mission outsourcen. Das passt zu einer konservativen Ideologie, die dem Staat misstraut und allein privaten Unternehmen zubilligt, die wirklich wichtigen Dinge im Leben (oder im Tod) erledigen zu können.
Nur, zugleich ist es eine Misstrauenserklärung gegenüber jenen, denen die Republikaner sonst so gern huldigen - den Männern und Frauen in US-Uniformen.
Auch Barack Obama hat angeordnet, bin Laden und seine Helfershelfer notfalls hinzurichten. Nur weist dieser US-Präsident diese Aufgabe seinen regulären Soldaten zu.
Insbesondere die Elitetruppen der Special Forces durchkämmen die Hügel am Hindukusch, um Amerikas Staatsfeind Nummer eins zu erledigen. Das ist legitim, es herrscht Krieg.
Der gezielte Todesschuss im Gefecht mit Taliban oder al-Qaida ist, so schrecklich das klingen mag, allemal die bessere Taktik. Als Alternative blieben sonst nur jene angeblich so genau ferngelenkten Bomben aus der Luft, die in Afghanistan so oft kläglich ihr Ziel verfehlen - und völlig Unschuldige töten.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 21.08.2009/cag)
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Warum gabs solche Kommentare nicht schon vor zwei Jahren? Wei viele Journalisten obrigkeitsgläubige Weicheier und Duckmäuse sind....ich weiß...die Nettique
Mittlerweile gehört es ja eher zum guten Ton die Neocons zu kritisieren....welch Mut...welch Mut also
"im Ermorden von Zivilisten, sind die USA mit Grosen Abstand Weltweit Marktführer... sozusagen eine GlobalePlayer..."
Ich meinte natürlich nicht Globale Player sonder Globale Killer...
...bevor man das uebliche Schwarzweiss-Bild vom boesen konservativen Amerika und dem hell erstrahlenden edlen Obama-Amerika der Demokraten malt...Die Wirklichkeit ist leider ein tristes, undurchsichtiges Einheitsgrau, wohin man auch schaut...Folgender Artikel in der SZ erschienen am 21.8.2009 von W.Jaschensky:
"Söldner an der Bombe"
"Im Irak-Krieg erlangte die Sicherheitsfirma Blackwater traurige Berühmtheit. Jetzt werfen Enthüllungen über ein Engagement der Söldner in Afghanistan heikle Fragen für US-Präsident Obama auf."
"Blackwater in Afghanistan
1. Söldner an der Bombe
2. Unangenehme Fragen an das Weiße Haus"
Sie schrieben:"Die Jagd auf Osama bin Laden ist für Amerika eine Frage der Ehre. Und doch wollten Bush und Cheney selbst diese Mission outsourcen. Das passt zu einer konservativen Ideologie, die dem Staat misstraut und allein privaten Unternehmen zubilligt, die wirklich wichtigen Dinge im Leben (oder im Tod) erledigen zu können."
Komisch, dass man inzwischen von der Jagd auf Osama bin Laden oeffentlich in den USA gar nichts mehr hoert.Selbst der redegewandte Obama, selten um ein Argument verlegen, greift darauf nicht mehr zurueck. Sind die Amis ploetzlich "ehrvergessen?" Oder kristallisiert sich das wahre Ziel des Afghanistan-Krieges (wie auch des Krieges im Irak) inzwischen heraus: Amerikanisches Hegemonialstreben?
Und Ihr zweites Argument stimmt leider auch nicht. Es war nicht die "konservative Ideologie, die dem Staat misstraut", die das "Outsourcen der wichtigen Dinge im Leben und Tod" an private Soeldner bestimmte, sondern es sollte, wie die eigenen amerikanischen Militaers ALLER politischen Couleurs Rumsfeld immer vorwarfen, ein "war on the cheap" (ein billiger Krieg) im Irak werden: Es war schlicht eine ziemlich duemmliche wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse: eine Milchmaedchenrechnung, die nicht aufging, weil sie kulturell unbedarft und arrogant durchgefuehrt wurde. Die Amis hatten ihre Gegner einfach unterschaetzt. So wird Wunschdenken immer sehr schnell von der Realitaet eingeholt.
Das ist DIE interessante Frage.
Ansonsten frage ich mich wirklich, wie die USA als Staat soetwas wie Blackwater überhaupt anheuern können. Aber ´George Bush hat die USA ja auf eine Stufe mit Nordkorea und Simbabwe gebracht. Und er persönlich steht wohl auf gleicher Stufe wie Osama bin Laden. Da hilft ihm sein Präsidentenamt auch nicht. Eigentlich sollte man ihn auf eine Drohne binden und mit Osama bin Laden in die Luft jagen.
Paging