Nach den schwersten Unruhen seit 20 Jahren hatte Junta-Chef Than Shwe in ein Treffen mit UN-Gesandten Gambari eingewilligt. Ein Ergebnis kann der Vermittler vorerst allerdings nicht vorweisen.

Der Sondergesandte der Vereinten Nationen, Ibrahim Gambari, ist nach viertägigen Gesprächen aus Birma abgereist. Zuvor traf er am Dienstag den Chef der Militärregierung, Than Shwe.

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Ibrahim Gambari: Der UN-Gesandte ist zwei Mal mit der Oppositionellen Aung San Suu Kyi zusammengetroffen. (© Foto: dpa)

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Nach den schwersten Unruhen in Birma seit fast 20 Jahren hatte sich der Junta-Chef dem internationalen Druck gebeugt und in ein Treffen mit dem UN-Gesandten eingewilligt.

Über die Ergebnisse der Unterredung wurde zunächst nichts bekannt. Das Treffen fand in Naypyidaw statt, dem isolierten Regierungssitz, den sich die Generäle 350 Kilometer nördlich der Hafenstadt Rangun gebaut haben.

Vor seinem Abflug kam Gambari auch ein zweites Mal mit der seit Jahren unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zusammen. Aus der Millionenstadt Rangun gab es unterdessen Berichte über Razzien gegen Oppositionelle.

Das kurze Gespräch mit Suu Kyi in einem Regierungsgästehaus folgte auf ein erstes Treffen Gambaris mit der 62-jährigen Friedensnobelpreisträgerin am Samstag.

Der UN-Diplomat hatte die Regierung bei seinem kurzfristigen Besuch von ihrem gewaltsamen Vorgehen gegen die größten Massenproteste seit fast 20 Jahren abbringen und zu Gesprächen mit der Opposition bewegen wollen.

Augenzeugen zufolge zeigte das Militär eine etwas geringere Präsenz auf den Straßen Ranguns als an den Vortagen. Allerdings durchsuchten den Machthabern nahestehende Banden Häuser nach oppositionellen Mönchen und Zivilisten, hieß es weiter.

"Sie gehen von Wohnung zu Wohnung, verwüsten dort alles und bedrohen die Menschen", sagte ein Birma-Experte in Bangkok mit engen Kontakten ins Land. "In der ganzen Stadt herrscht ein Klima der Angst."

US-Geschäftsträger Shari Villarosa sagte, die Festnahmen seien während der gesamten Dauer von Gambaris Reise weitergegangen. Offenbar sollten durch Einschüchterung weitere Proteste verhindert werden.

Birmas Außenminister U Nyan Win machte vor der UN-Vollversammlung "politische Opportunisten" für die Unruhen verantwortlich.

Sie suchten mit Hilfe des Auslands eine Machtprobe, um das daraus resultierende Chaos auszunutzen. Die internationale Gemeinschaft forderte er auf, sich einer Einmischung zu enthalten, die Öl ins Feuer gießen würde.

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(Reuters/dpa)