Das war noch zu Zeiten, als lediglich das Bild des Passinhabers auf dem Chip gespeichert wurde. Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich mittlerweile für den Fingerabdruck als zweites biometrisches Merkmal entscheiden. Seit 1. November 2007 wird dieser auch auf deutschen Reisepässen gespeichert.
Anzeige
Zwei verschiedene biometrische Merkmale erhöhen laut der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation die Flexibilität bei Kontrollen. So kann zukünftig je nach Kontrollsituation ausgewählt werden, ob bei biometrisch unterstützten Kontrollen nur das Foto oder Foto und Fingerabdrücke überprüft werden.
Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums verweist auf umfassende Labortests. Der Chip sei in Deutschland geprüft und nach deutschen Sicherheitsstandards entwickelt worden. "Wir wissen, dass dieser Chip sehr sicher ist", sagte sie zu sueddeutsche.de. Eine 100-prozentige Garantie, dass man den deutsche E-Pass nicht fälschen kann, sei aber nie gegeben.
Wie einfach es ist, einen Fingerabdruck zu fälschen, zeigte im März dieses Jahres der Chaos Computer Club. Er demonstrierte gegen die fortschreitende Verwertung biometrischer Daten, insbesondere gegen die Speicherung der Fingerabdrücke im E-Pass, und veröffentlichte in der Clubzeitschrift Die Datenschleuder die Hacker den Fingerabdruck von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble als Abziehfolie zum selbst verwenden.
Praktisch sei die Fälschung quatsch
Man kann also theoretisch beide biometrische Sicherheitsmerkmale fälschen - das Bild auf dem Chip und den Abdruck direkt auf dem Finger. "Theoretisch gibt es die Möglichkeit, praktisch ist das aber quatsch", heißt es seitens des Innenministeriums. "Wenn jemand den gleichen Fingerabdruck hat, sieht er noch lange nicht aus wie Wolfgang Schäuble" - oder wie Osama Bin Laden.
Gut, dass es außerdem eine Sichtkontrolle am Flughafen gibt. Man muss sich also nicht nur auf das automatische Lesegerät verlassen und darauf was die Technik anhand der Daten ausliest. Hinter der Glasscheibe der Passkontrollstelle sitzt noch ein Mensch, der mit prüfendem Blick das Gesicht seines Gegenüber mit dem auf dem Ausweis vergleicht. Und wer dem nicht ähnlich sieht, kommt nicht durch.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/bosw)
Protest gegen dritte Startbahn
läuft es (wie immer) darauf hinaus, dass der gesetzestreue Bürger besser überwachbar ist, während Kriminelle sich der Überwachung mit geschickten Fälschungen entziehen.
Damit kann man dem Teil der Bevölkerung, der sich nicht mit derartigen Themen befasst, Sicherheit vorgaukeln und Kritikern die Nähe zu Terroristen etc unterstellen. Zuletzt bleibt das Totschlagargument "ich habe ja nichts zu verbergen"!
fehlerlose Mensch geboren wird, gibt es auch eine fehlerlose Technik. Alles andere Humbug und Geldschneiderei.
... der sicheren Technik erzählt. Es gibt keine "sichere Technik" es gibt nur Fehlerwahrscheinlichkeiten, die gegen Null gehen können. Es gibt auch keine Fälschungssicherheit! Solange es rentabel ist werden Dinge gefälscht, ob dies Ausweise, Führerscheine, Pässe oder Geld ist. Die Technologie und das KnowHow dafür ist weltweit erhältlich und nicht nur auf einem abgeschotteten Markt exklusiv für die Bundesdruckerei oder Giesecke&Devrient, um zwei Namen zu nennen.
Die Einführung biometrischer Ausweise, des Plastiführerscheins, neuer DM-Noten kurz vor der Euro-Einführung war nur ein gigantisches Konjunkturprogramm narzistisscher Politiker oder Bundesbankfunktionäre; die Bundesdruckerei oder Giesecke&Devrient provitierten davon, der Steuerzahler und der Bundesbürger bezahlten.