18 Jahre lang war es verboten, über die Rückführung gefallener US-Soldaten zu berichten. Jetzt ist der erste Sarg unter den Augen der Öffentlichkeit gelandet.
Zum ersten Mal seit 18 Jahren hat die US-Presse die Ankunft der sterblichen Überreste eines im Ausland gefallenen Soldaten dokumentieren dürfen. In der Nacht zum Montag landete der Sarg von Seargant Phililipp Myers auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware. Myers starb bei einem Anschlag in der afghanischen Provinz Helmand am 4. April.
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Die Ankunft des Sarges von Seargant Phililipp Myers auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Dover am Sonntagabend. (© Foto: Reuters)
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Die Aktion zeigt, dass der neue US-Präsident Barack Obama den nach dem Stützpunkt benannten "Dover-Test" nicht scheut. Darunter versteht man in Amerika die Bereitschaft der Staatsoberhäupter, ihre Außenpolitik auch angesichts gefallener Soldaten zu rechtfertigen.
Ende Februar hatte Obamas Verteidigungsminister Robert Gates das Berichterstattungs-Verbot aufgehoben. Mit der Erlaubnis der Angehörigen darf nun wieder über die in Sternenbanner gehüllten Särge berichtet werden.
Das Verbot, über die Überführung der Särge gefallener Soldaten zu berichten, war im Februar 1991, zu Zeiten des Golfkrieges, von US-Präsident George Bush senior erlassen worden. Anlass waren TV-Berichte nach der US-Invasion in Panama 1989. Auf einem geteilten Bildschirm waren auf der einen Seite die Ankunft von Soldaten-Särgen und auf der anderen Seite ein scherzender Präsident während einer Pressekonferenz zu sehen.
In der Folgezeit galt das Verbot jedoch immer mehr als Ausdruck der Angst der US-Präsidenten vor negativer Berichterstattung.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/jree/bosw)
John Kerry (ehem. Kandidat der demokratischen Partei), 27. Februar 2004
"Wenn ich Präsident bin, werde ich alles daransetzen, alternative Treibstoffe und die entsprechenden Fahrzeuge der Zukunft zu entwickeln - damit dieses Land innerhalb von zehn Jahren vom Öl des Nahen Ostens unabhängig wird UND UNSERE SÖHNE UND TÖCHTER NICHT MEHR FÜR DIESES ÖL KÄMPFEN UND STERBEN MÜSSEN.
Dafür, dass auch in Zeiten nach der Wirtschaftskrise der Amerikaner noch Pick-up fahren kann.
Würde es in Afrika so viel Öl geben, wie im nahen Osten, dann würde dort jeder Streit zwischen kleinen Stämmen und jeder Bürgerkrieg zum Weltpolitischen Thema und der Amerikaner als selbsternannte "Weltpolizei" würde tausende und abertausende Soldaten entsenden, um unter dem Deckmantel der Freiheit und Demokratie die Ölversorgung zu gewährleisten.
Nur wenn deutlich wird, dass der Krieg kein lustiges Ferienlager ist, und dass nicht immer nur die anderen getötet werden, besteht die Chance, dass die Bevölkerung gegen den Krieg ist. Warum sollen Eltern ihre Kinder sterben lassen, für undurchsichtige Ziele, die sehr wahrscheinlich nur einer kleinen Elite dienen und deren wirtschaftliche Interessen fördern?