Sieben Monate währte der Waffenstillstand, jetzt hat die baskische Untergrundorganisation bei einem Überfall hunderte Waffen erobert und eine Geisel genommen. Der Frieden scheint gefährdet, Madrid droht mit Härte.
Bei dem Überfall auf eine Waffen-Importfirma bei Nîmes in Südfrankreich erbeuteten vermummte Täter am Dienstag 350 Pistolen und Revolver sowie rund 10 000 Schuss Munition. Verwandte des Firmenbesitzers wurden dabei als Geiseln genommen.
Der spanische Ministerpräsident Zapatero droht der ETA mit dem Abbruch des Friedensprozesses. (© Foto: Reuters)
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Die Regierung in Madrid schließt eine Aussetzung der Gespräche mit der ETA nicht länger aus, berichtete die Zeitung El País. Die Friedensbemühungen könnten nur fortgeführt werden, wenn die ETA sich an die Spielregeln halte und auf jegliche Gewalt verzichte. Andernfalls solle der Prozess zumindest auf Eis gelegt werden.
Zapatero droht
Inzwischen sollen zwei der fünf Täter - eine Frau und ein Mann - als gesuchte ETA-Mitglieder identifiziert worden sein. Eine der Geiseln habe sie auf Fahndungsfotos erkannt, hieß es.
Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte "Konsequenzen" angedroht, falls die Täterschaft der ETA eindeutig bewiesen werde. Er vermied es jedoch, Einzelheiten zu nennen. Die konservative Opposition und Verbände von Terroropfern setzen Zapatero zunehmend unter Druck, den Friedensprozess auszusetzen.
Die Regierung hatte diesen eingeleitet, nachdem die ETA vor sieben Monaten eine "dauerhafte Waffenruhe" angekündigt hatte.
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(dpa)
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