Im Kampf gegen Bestechung und gegen Mafia-Strukturen können die beiden jüngsten Mitglieder laut EU nur "armselige" Erfolge vorweisen. Die Kommission droht mit Sanktionen.
Bulgarien und Rumänien haben noch große Defizite im Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen. Die EU-Kommission stellte den beiden jüngsten Mitgliedern ein miserables Zeugnis aus: In keinem der beiden Staaten gebe es überzeugende Erfolge oder zumindest wirksame Pläne gegen diese Probleme.
In Bulgarien und Rumänien versickern nach wie vor Millionen EU-Mittel in dunklen Kanälen. (© Foto: dpa)
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Sanktionen müssen die beiden Staaten vorerst jedoch nicht befürchten, wie Kommissionssprecher Mark Gray am Montag in Brüssel erklärte. "Die erste Halbzeit war ziemlich armselig, wir erwarten eine bessere zweite Halbzeit. Niemand will Spielverlängerungen oder Elfmeter", sagte Gray.
Die Kommission legte am Montag Zwischenberichte über die Entwicklung Bulgariens und Rumäniens seit ihrem EU-Beitritt im Januar 2007 vor. "Um gegenüber den eigenen Bürgern und den anderen EU-Staaten glaubwürdig zu bleiben, sind weitere Anstrengungen bei der Eindämmung von Korruption auf höchster Ebene notwendig, im Falle Bulgariens auch bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens", bilanzierte Kommissionssprecher Gray.
Ab Juli drohen Sanktionen
Fortschritte bescheinigen die Zwischenberichte den beiden Staaten hingegen bei der Justizreform und bei der Korruptionsbekämpfung in Kommunalverwaltungen. Sollten die beiden südosteuropäischen Länder bis zum nächsten Fortschrittsbericht im Juli keine Verbesserungen nachweisen, könnte die Kommission als mögliche Sanktion den übrigen EU-Staaten empfehlen, Urteile bulgarischer und rumänischer Gerichte nicht länger anzuerkennen.
Gray machte jedoch deutlich, dass die Kommission von dieser Möglichkeit nur im äußersten Fall Gebrauch machen wolle: "Wir sind hier, um den beiden Ländern zu helfen, ihre Verpflichtungen zu erfüllen." Bislang hätten sich die Fortschrittsberichte als nützliches Instrument dafür erwiesen. Die EU hat Bukarest und Sofia in den vergangenen drei Jahren Millionenbeträge für den Ausbau ihrer Justizsysteme sowie der Kapazitäten zur Korruptionsbekämpfung überwiesen.
218 Millionen nach Bulgarien geflossen
An Rumänien flossen seit 2004 nach Kommissionsangaben rund 63 Millionen Euro, an das deutlich kleinere Nachbarland Bulgarien sogar 218 Millionen Euro. Die höheren Zahlungen an Bulgarien erklären sich dadurch, dass hier auch Projekte zur Eindämmung der Korruption bei Zoll und Grenzpolizei sowie zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens gefördert wurden.
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(AP/Reuters/maru/bosw)
Es wäre Zeit, dass man endgültig Abschied nimmt von dem etwas wagen ursprünglichen Gedanken eines Vereinten Europas, der spätestens Ende der 60er Jahre verblichen ist.
Mit 17000 Lobbiysten in Brüssel und einem rein merkantilistischem Gedankengut kann man auch nichts mehr von Einheit sehen, sondern nur Geldmachen, was an sich nicht schlecht ist.
Ein Vorschlag wäre es ein minimalistisches Europa zu schaffen, das sich ein Regelwerk (bitte keine Verfassung) für die laufenden Geschäfte gibt, dann kann auch jeder beliebige Staat dazukommen - so etwas wie die EFTA - und es gibt es dann auch keine Aufregung mehr über seltsame Zwillinge, Mr. Bombastic in Italien oder Korruption wo auch immer.Das soll dann jeder Staat für sich selbst regeln.
Gott sei Dank - das alte "Kerneuropa" ist frei von sowas Bösem
wie Korruption, Mißwirtschaft, Mißbrauch der Ämter,...
Ist das, was die EU-Kommission da herumstreut noch überhaupt
irgendwie an peinlicher, ja heuchlerischer Anmaßung zu überbieten?
MfG
Zack
..noch ein wenig weiter zurückgeht wurde dem gesamten Ostblock nach der Wende das Beitrittsangebot gemacht. Die westeuropäischen Staaten in der EU fühlten sich scheinbar dazu verpflichtet, da man "ein Europa" sein will und ja eigentlich zusammengehört.
Dann ist man ein wenig zurückgerudert und hat Beitrittsvoraussetzungen aufgestellt. Aber der Grundton war der gleiche.
Wenn es also um "Optimismus Dusseligkeit" gehen soll (ich nenn es mal so) dann ging die ganz bestimmt nicht allein von einer deutschen Bundesregierung aus (und erst recht nicht von der ehemaligen rot grünen).
Andere Regierungen in Europa (und eben alle zusammen in der EU) waren dann schon deutlich früher "dusselig"! Man kann dann auch besser sagen es herrschte Gemeinschaftsdusseligkeit!
Aber das ist eben die Frage, ob das einfach als Dusseligkeit abgestempelt werden kann?
und Bulgaren denn auch bemühen sollen Korruption und organisierte Kriminalität in den Griff zu bekommen? Die Aufnahme in die EU war ihnen dank rot-grüner Dusseligkeit ohnehin schon zugesagt und auc h die westlichen Verbrecherorganisationen hatten sich darauf eingestellt.Für Italien etwa wäre es doch eine Wirtschaftskatastrophe wenn die Mafia nicht weiter ungehemmt expandieren könnte. Montenegro und Mazedonien warten schon, jetzt kommt das Kosovo hinzu und demnächst wohl Albanien.
Ich kann mich nur wundern dass die "Vereine", die z.B. in der Kommission ihren Bekannten und Verwandten( Franzoesin) Auftraege, sogenannte Gutachten, zuschustern sich ueber Korruption in Bulgarien beschweren.
Beim Eu-Parlament werden frech und dreist Anwesenheitsgelder plus dazugehoerige Uebernachtungskosten fuer NICHTANAESENHEIT kassiert. Das ist schlicht und ergreifend BETRUG und keiner tut was dagegen. Im Gegenteil, man wird jetzt diese Gelder erhoehen.
Von dem Verein OLAF ganz zu schweigen. Und diese "Typen" verurteilen Bulgarien und Rumaenien?
Mir wird schlecht, wenn diese scheinheilge Geschwaetz hoere.
Norbert Gruhn
Plovdiv/Bulgarien
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