Schließlich geht es in dem Dokument auch um Fußball. "Ist es nicht strategisch wertvoll, dass bald auch David Beckham in meinem Verein AC Mailand spielt?", fragt Berlusconi rhetorisch. "Er fügt sich doch wunderbar zu all den anderen Spielern, die wir aus der G 8 und anderen wichtigen Staaten haben. Es ist ein wahres All-Star-Team, so etwas wie früher die Harlem Globetrotters im Basketball - eine solche Mannschaft sollte auf Tournee gehen." Konkret schlägt Berlusconi Spitzen-Begegnungen mit Klubs wie FC Chelsea, Zenit Sankt Petersburg, Olympique Lyon oder Bayern München aus den G-8-Ländern vor. Auf der Tribüne sitze er dann neben den jeweiligen Staatschefs und werde von den TV-Kameras gezeigt.
Sivio Berlusconi: Ein wenig neidisch auf den Erfolg des Franzosen Sarkozy. (© Foto: AP)
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Mit Haut und Haaren
Als "Manko" nennt Berlusconi an einer Stelle, dass es leider zu wenige Auftritte mit Papst Benedikt XVI. gebe. Der Vatikan habe sich zu Jahresbeginn ja sogar von der italienischen Gesetzgebung gelöst, "da wir angeblich zu viele Gesetze erlassen und sie oft auch noch im Widerspruch zu Grundsätzen der Kirche stünden", erzürnt sich Berlusconi, "dabei bin ich doch im Schoß der Kirche großgeworden, liebe Opus Dei und habe die Zahl der Gesetze strikt auf jene reduziert, die mir nutzen". Vielleicht wäre es doch besser, einen Papst aus Italien und nicht aus Deutschland zu haben, merkt der Autor an: "Gleichwohl, er muss mit mir vor die Kamera."
Präzise schreibt Berlusconi gegen Ende auf, dass bei Sitzinterviews nach wie vor genau darauf geachtet werden müsse, dass ein Stapel Bücher unter das Kissen geschoben wird und dass er regelmäßig Termine zum Haar-Check bekomme: "Nur in Ausnahmefällen gelten Männer mit Glatze als sexy. Darauf will ich es nicht ankommen lassen. Alle mögen mich mit Haut und Haaren."
Es gibt in dem Geheimpapier zu Italiens G-8-Führung auch einen kleinen Annex unter der Überschrift "Risiken". Dort heißt es, dass die Strategie "Amore mio" mit hundert Prozent Wahrscheinlichkeit aufgehen werde, "wenn man Italien lässt, wenn man auf das System Berlusconi setzt". Es könne aber sein, dass Eifersucht entstehe, dass der berlusconische G-8-Rekord angefeindet wird und es zu "Ego-Problemen" komme. Noch gebe es keine Klarheit, wie Barack Obama einzuschätzen sei: "Bei George W. Bush, meinem Männerfreund, wussten wir, woran wir waren. Er sprach meine Sprache. Aber was ist mit dem Nachfolger? Was ist, wenn er unter Zwang steht, sich intellektuell profilieren zu müssen?"
Das größte Problem aber mache mit Sicherheit Nicolas Sarkozy aus Frankreich, ist in dem Papier zu lesen. "Der Mann aus dem Élysée-Palast hat uns und mir schon bei der Mittelmeerunion die Show gestohlen, er will auch die Finanzkrise à la française lösen. Vor allem ist nicht zu verkennen, dass er in den Medien eine gute Figur macht und mit seinem Jogging-Outfit einfach jung wirkt. Dem müssen wir den Faktor Erfahrung entgegensetzen."
Ein gravierender Nachteil aber bleibt, jammert Berlusconi zu guter Letzt: "Das ist Carla Bruni. Sie wird beim Damenprogramm der G 8 allen klar den Rang ablaufen. Sarkozy hat einfach die schönste Frau." Der Regierungschef aus dem römischen Palazzo Chigi liefert aber auch gleich die rettende Idee mit: "Können wir in unseren Medien nicht viel stärker herausstellen, dass die Dame aus Italien stammt?"
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/mel)
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Das war heute in alle Italien zeitungen. Molto ben fatto!
die negative Bewertung bekommen, weil ich es nicht schlimm finde daß ein Politiker auch versuchen darf Frauen zu beglücken?
Oder weil ich geschrieben daß er es nur veruscht?
Bis zum ersten April ist es noch ein bißchen hin, ääährlich.
ist es egal ob der G8 Chef ein Gigolo ist und Wein Weib und Gesang liebt. Solange einer seinen Job richtig macht, dann kann es egal wieviele Frauen er nebenher versucht zu begluecken
Einfach nur geschmacklos, dieser Gigolo, der nun als Präsident der G 8 im neuen Jahr 2009 amtieren darf. Schon als EU-Präsident in seiner vormaligen Amtszeit als Italiens Premier hatte er kein Fettnäpfchen ausgelassen. Das aufgefundene Konzept seiner Marketingleute läßt wieder Schlimmes ahnen...
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