Kanzlerin Merkel und Präsident Medwedjew nach den deutsch-russischen Konsultationen: Die Bundesregierung ist klug beraten, die neue Annäherung Moskaus an Europa als ein Geschäft auf Gegenseitigkeit zu gestalten.
Die eigentlichen deutsch-russischen Konsultationen fanden bereits Anfang Juni auf Schloss Meseberg bei Berlin statt. Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew und Bundeskanzlerin Angela Merkel redeten da zwei Tage lang über viele Stunden hinweg über alles, was ihr politisches Leben bewegt.
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Warme Worte in Sibirien: Angela Merkel im Gespräch mit Dmitrij Medwedjew (© dpa)
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Sie aßen gemeinsam, sie spazierten, sie tranken an der Bar. Das sind die Begegnungen, die Freundschaften formen. Merkel fasste Vertrauen in den russischen Präsidenten, und der muss wohl verstanden haben, dass er sein eigenes politisches Kampfgewicht erhöht, wenn er der Unterstützung aus Deutschland sicher sein kann.
Dieses offene Verhältnis ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Medwedjew und seinem Vorgänger Putin. Auch deswegen ist der amtierende russische Präsident so eifrig um die Pflege der deutsch-russischen Beziehungen bemüht: Die Zeit der Putinschen Großmachtpolitik ist vorbei, Medwedjew bezieht eine eigene Legitimation aus dem neuen, sanfteren Russland-Bild, das er im Ausland vermittelt. Das macht ihn stark und unabhängig gegenüber Putin.
Merkel ist Medwedjew inzwischen der wichtigste Verbündete. Russlands Präsident mag mit den USA über Sprengköpfe verhandeln, das Schicksal seines Landes aber wird durch Investitionen entschieden. Die Zahl der Menschen in Russland schrumpft jährlich um 0,5 Prozent - ein dramatischer Trend, gemessen an den Wachstumsraten weltweit.
Was nutzen Größe und Energiereserven, wenn es immer weniger Russen geben wird, die den Reichtum erschließen können? Russland braucht also Partner, und die neuen Freunde sind nun mal vor allem in Westeuropa. Dorthin wollen die Russen auch reisen, und umgekehrt hat der Westen Europas immer auf die Großmacht im Osten geschielt, ohne deren Wohlverhalten Frieden nicht denkbar war.
Merkel ist klug beraten, die neue Annäherung als ein Geschäft auf Gegenseitigkeit zu gestalten. Deswegen kommt einem unscheinbaren Pilotprojekt eine hohe Bedeutung zu. Am Rande des russischen Einflussbereichs schlummert das Transnistrien-Ärgernis, ein fast vergessener Konflikt, der Moldawien spaltet und ein anachronistisches Regime aus der Endphase der Sowjetunion unter russischen Militärschutz stellt. Medwedjew und Merkel beabsichtigen, den Konflikt zu lösen und Moldawien wieder zu vereinen. Moskau müsste seine Truppen abziehen. Im Gegenzug könnte Russland belohnt werden - vielleicht mit Visumfreiheit für die Reise in die EU?
Die USA sind weit weg von Europa in diesen Tagen. Deswegen fällt es an Deutschland, den Ausgleich zu finden zwischen dem Westen und dem Osten Europas. Helmut Kohl hatte das verstanden, Joschka Fischer und Frank-Walter Steinmeier ebenfalls. Nun übernimmt Angela Merkel die Rolle als oberste Pflegekraft. Sie hat das Glück, auf einen russischen Präsidenten zu stoßen, der die Beziehungen offenbar nicht für seine Machtprojektionen missbraucht.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 16.07.2010)
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Die SZ kann sich ja Ihre Leser nicht aussuchen, aber die Kommentare zu diesem unglaublich wichtigen Thema sind einfach niveau- und würdelos. Vielleicht söllten diese Kommentatoren sich mal mit der deutschen Geschichte beschäftigen, dann wissen sie wie wichtig ein gutes Verhältnis zum riesigen russischen Reich ist und natürlich hat das am Rande auch mit dem Elterngeld zu tun, wieso, nur wenn deutsche Firmen , auch in Russland, gute Geschäfte machen, hat der Staat genug Steuergeld um immer wieder Menschen die es nötig haben, zu alimentieren.
Und die anderen, wie China, USA, GB und F lauern schon an der nächsten Ecke und
reiben sich die Hände ob der zu erwartenden Geschäfte. Und nicht jede hochgespielte Sommerlos Äußerung ist gleich eine nationale Katastrophe.
Ich will Ihnen an statt der Sz eine Antwort geben. Eine ganz persönliche Antwort allerdings. Es sollte wohltuend sein, für einige Foristen, einmal eine Pause zu machen.Sie schreiben "Ich schäme mich, das eine so "renomierte Zeitung" nicht in der Lage ist sich Diskussionen zu stellen. " Dazu fällt mir nur ein, dass ich mich schäme, für die vielen Beiträge die unreflektiert, die unseriös und uninformiert sind. Das ist ganz unabhängig von der Meinung des Einzelnen! Damit habe ich kein Problem.
Aber hier im Forum der SZ, wird teilweise eine Polemik zur Schau gestellt, ein Halbwissen entblößt, ein semantischer Irrsinnn geboten das ich nur um dem zu entgehen das Forum der ZEIT besuche.Einfach um zu glauben das es auch anders geht. Die Zeit, dass kann ich Ihnen versichern, streicht wesentlich radikaler. Nicht weil sie etwa Intolerant ist, sondern weil dort Polemik und Aggression null Toleranz erfahren.
Hier gibt es dafür einige Kandidaten denen kein sprachliches oder inhaltliches Niveau zu niedrig ist. Deren Beiträge maximal zwei Sätze lang sind. Die sich alleine dadurch disqualifizieren, dass sie keinen Beitrag zu einer sachlichen Diskussion bringen, sondern nur nörgeln.
Denen wird eine Pause gut tun!
Ja schämt ihr euch nicht? Warum macht ihr die Kommentarfunktion nicht für
"Sparpaket der Bundesregierung —Kein Elterngeld für Mini-Jobber"
auf?
Wie war das nochmal " Wir sind gerne die Klientel von Kindern und Familien".
Für was wart ihr solange auf der Schule ? Um Hofberichterstatter zu werden? Habt ihr "Journalisten" keine Ehre oder zumindest etwas Anstand? Ich schäme mich, das eine so "renomierte Zeitung" nicht in der Lage ist sich Diskussionen zu stellen.
Ich hätte gerne eine Antwort auf die Frage, warum die Kommentarfunktion nicht aktiviert wird. Aber bitte nicht im "Kai Diekmann-Niveau"
Wo leibt das Kommentarfeld für "Kein Elterngeld für Mini-Jobber" ?
Admin, mach hin!!!
ICh glaube manche Journalisten haben wohl jede Realität verloren , Visumfreiheit für die Russische Mafia in Deutschland, nein Danke. Wir würden uns so innerrussische Probleme in Land holen.