Die nach 155 Tagen aus der Geiselhaft befreite Hannelore Krause appelliert an die Bundesregierung, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan zu beenden. Sollte dies nicht geschehen, drohe ihrem Sohn, der weiter als Geisel festgehalten wird, die Hinrichtung.

Nach ihrer Freilassung hat die vor vier Monaten im Irak verschleppte Deutsche Hannelore Krause an die Bundesregierung appelliert, die deutschen Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Sonst würde ihr Sohn, der sich noch in der Gewalt der Entführer befinde, ermordet, sagte sie dem arabischen Sender Al Arabija.

Hannelore Krause und Sohn Sinan

Aufnahme aus einem Video der Entführer: Hannelore Krause appellierte an die Bundesregierung, die Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Das Leben ihres Sohnes, der immer noch als Geisel festgehalten wird, sei in Gefahr. (© Foto: dpa)

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Krause kam am Dienstag nach 155 Tagen in Geiselhaft frei. Das Bundesaußenministerium bestätigte die Freilassung und teilte mit, die Deutsche halte sich in der Botschaft in Bagdad auf.

Die mit einem Iraker verheiratete 61-Jährige war im Februar zusammen mit ihrem 20-jährigen Sohn Sinan aus ihrem Wohnhaus in Bagdad verschleppt worden. Die Entführer, die sich "Pfeile der Rechtschaffenheit" nannten, forderten den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und drohten mit dem Tod der Geiseln, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Die freigelassene Deutsche dankte dem Al-Arabija-Bericht zufolge den Entführern dafür, dass sie gut behandelt worden sei. Sie appellierte an die Gruppe, ihren Sohn ebenfalls freizulassen. Sie wolle außerdem bestätigen, das Muslime friedfertige Menschen seien, sagte Krause. Weiter erklärte sie, dass die Deutschen in Ländern seien, die ihnen nicht gehörten. Krause sprach Deutsch, ihre Äußerungen wurden von Al Arabija übersetzt.

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(AP)