CSU-Generalsekretärin Haderthauer hat Kurt Beck wegen seines Besuchs in einem ehemaligen Stasi-Gefängnis heftig kritisiert. Nun schießt der SPD-Vorsitzende scharf zurück.
SPD-Chef Kurt Beck hat mit Empörung auf Angriffe der CSU gegen seinen Besuch im einstigen Stasigefängnis "Roter Ochse" in Halle reagiert.
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SPD-Vorsitzender Kurt Beck an der Gedenkstätte "Roter Ochse" in Halle an der Saale. (© Foto: ddp)
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Äußerungen von CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer dazu nannte Beck am Montagabend "richtiggehend widerlich". Die CSU-Politikerin war mit den Worten zitiert worden, es sei der Gipfel der Heuchelei, wenn Beck ein ehemaliges Stasigefängnis besuche, während die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti ein Bündnis mit den SED-Nachfolgern von der Linkspartei schmiede. Beck verhöhne damit die Opfer der Stasi.
Ungewöhnlich scharf wies Beck diese Vorwürfe zurück. "Ich kann eigentlich nur sagen, dass ich über soviel Unverschämtheit und soviel unglaubliche Ungehörigkeit nur noch perplex bin", sagte Beck. "Das sprengt den Rahmen dessen, was Demokraten einander zumuten dürfen. Das ist einfach widerlich, richtiggehend widerlich."
In der heutigen Gedenkstätte "Roter Ochse" in Halle waren Verfolgte des Nazi-Regimes eingekerkert und später während der SED-Herrschaft Oppositionelle des DDR-Regimes inhaftiert. Von 1950 bis Dezember 1989 kamen mehr als 9.000 Gefangene in den Teil des "Roten Ochsen", der vom Ministerium für Staatsicherheit (MfS) der DDR als Untersuchungshaftanstalt geführt wurde. Beck sagte, es sei mehr als angebracht, diese Stätte zu besuchen. Sie zeige, dass jede Form von Diktatur zu Unmenschlichkeit führe.
Der geplante Versuch von Ypsilanti, sich mit Hilfe der Linkspartei zur Ministerpräsidentin in Hessen wählen zu lassen, ist auch in der SPD umstritten. Beck und seine Stellvertreter hatten sich zuletzt vor wenigen Tagen in einer schriftlichen Erklärung ungewöhnlich deutlich vom Kurs Ypsilantis abgesetzt, sehen aber keine Einflussmöglichkeit, nachdem die Parteispitze zuvor den Landesverbänden freie Hand in Bündnisfragen gegeben hatte.
Zudem berichtete Beck, dass er in einem Brief an den FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle Äußerungen des FDP-Generalsekretärs Dirk Niebel zurückgewiesen habe. "Uns aufzufordern, das Willy-Brandt-Haus in Walter-Ulbricht-Haus umzubenennen, das sprengt auch das Maß der Geschmacklosigkeit."
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(Reuters/AP/cag)
ICE-Strecke
SPD-kritschen Beiträge werden gelöscht . Basta , neint der SZensor.
Ich habe die CSU unterschätzt. Muss ich zugeben. Ich dachte, schlimmer als Söder geht nicht. Hab mich getäuscht. Sie hat noch Unterirdischeres zu bieten. Ob das Loch in der Talsohle jetzt bald erreicht ist? Oder ist noch mehr "hoffnungsvolle"r Nachwuchs wie Hadertauer da?
Man muss kein linker Sozialismus- Kommunismusfreund sein, um die faschistischen und kapitalistischen Tendenzen in Deutschland und der Welt anzuprangern.
Zitat: " Man hätte die SED verbieten sollen!"
Wann? Vor der Wiedervereinigung, danach hatte sich ein Teil der Mitglieder in PDS umbenannt und sich ein neues Parteiprogramm gegeben!
Schon das Verbot der KPD (1956) war eines demokratischen Staates unwürdig. Ein NPD Verbot wäre nicht besser!
Parteiverbote mögen bequem sein - intelligent sind sie nie! Sie zeugen nur von der Faulheit der Herrschenden, sich mit den Argumenten ihrer Gegner auseinander zu setzen.
In der ersten Forsaumfrage nach dem Bekanntwerden des SPD-Linkskurses hat die SPD deutlich verloren. Gewinner ist vor allem die FDP und auch die CDU legt leicht zu.
Das Theater um den Umgang mit den Kommunisten in Hessen *hat* Auswirkungen auf die Bundespolitik und die der anderen Länder - und die sind für die SPD katastrophal!
Man hätte die SED verbieten sollen, als man die Gelegenheit dazu hatte.. nun wird man, vor allem die SPD damit leben müssen.
Paging