Der Widerstand bricht: Bayerns Regierung hat nach SZ-Informationen die Klage gegen das "Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz" zurückgezogen.
Der Freistaat Bayern gibt seinen Widerstand gegen die immer stärkere rechtliche Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften auf: Die Staatsregierung hat ihre Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen das "Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz" des Bundes zurückgenommen, wie die Süddeutsche Zeitung aus Regierungskreisen erfahren hat. Dies ist ein weiterer Schritt bei der rechtlichen Annäherung der Ehe und homosexuellen Partnerschaften.
Bild vergrößern
Die ersten in Berlin: Diese beiden Männer schlossen im Jahre 2001 die erste "Homo-Ehe" in der Hauptstadt (© Foto: AP)
Anzeige
Das Gesetz vom 1. Januar 2005 versucht, die "Lebenspartnerschaft" von gleichgeschlechtlichen Partnern noch weiter als im Gesetz von 2001 der Ehe anzupassen. Die Normenkontrollklage Bayerns richtete sich dabei vor allem gegen die so genannte Stiefkindadoption: Das angefochtene Gesetz ermöglicht die Adoption des Kindes des anderen Homo-Lebenspartners.
Staatregierung argumentierte mit der "Natürlichkeit"
Bayerns Staatsregierung hatte argumentiert, dass dies der "Natürlichkeit" widerspreche. Das Erziehungsrecht nach Artikel 6 des Grundgesetzes stehe Vater und Mutter zu, nicht aber zwei Männern oder zwei Frauen.
Wie die Süddeutsche Zeitung aus der bayerischen Staatsregierung erfuhr, hat der Bevollmächtigte Bayerns in diesem Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, der Erlanger Professor Matthias Jestaedt, die Klage gegen das Gesetz bereits mit Schriftsatz vom 8. Juli 2009 zurückgenommen.
Das Verfahren wird daher vom Verfassungsgericht in Kürze eingestellt werden. Zur Klagerücknahme gibt es bisher keine offizielle Stellungsnahme. Das Gericht hatte angekündigt, über die Klage Bayerns noch 2009 zu entscheiden.
Bisher hatte die CSU stets behauptet, das Aufwachsen von Kindern in homosexuellen Partnerschaften gefährde massiv das Wohl der betroffenen Kinder. In der vom Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz ermöglichten Stiefkindadoption sah die CSU den Einstieg in die von ihr heftig verurteilte generelle Zulässigkeit der Adoption von Kindern in homosexuellen Partnerschaften.
Die Klage war eingereicht worden, bevor die CSU in Bayern eine Koalition mit der FDP einging. Die FDP tritt für die Ausweitung der Rechte der Schwulen und Lesben ein. Die Rücknahme der Klage ist allerdings kein Punkt der zwischen CSU und FDP getroffenen Koalitionsvereinbarung.
Ausschlag gibt die Zuneigung, nicht die sexuelle Orientierung
Womöglich kam es zur Rücknahme der Klage auch unter dem Eindruck einer Studie, die Anfang Juli vom Bundesjustizministerium veröffentlicht worden ist: Zwei bayerische Institute, das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg und das Bayerische Staatsinstitut für Frühpädagogik in München hatten festgestellt, dass es keine Unterschiede gibt in der Entwicklung von Kindern, die in einer klassischen Ehe oder aber in einer Homo-Ehe aufwachsen.
Maßgeblich für ein gedeihliches Aufwachsen der Kinder sei die Zuwendung, nicht die sexuelle Orientierung der Eltern. Derzeit wachsen in Deutschland 2200 Kinder in Homo-Lebenspartnerschaften auf.
Die CSU hatte gegen die Studie heftig polemisiert. Offenbar hat deren Inhalt sie aber dann doch überzeugt. Die bayerische Klage gegen das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz ist eine Woche nach der Veröffentlichung der Studie leise zurückgenommen worden.
Der juristische Widerstand gegen die Homo-Ehe ist damit derzeit zusammengebrochen. Im Jahr 2001 hatten die Staatsregierungen von Bayern und Sachsen vergeblich versucht, mit einer einstweiligen Anordnung das Lebenspartnerschaftsgesetz vom 1. August 2001 erst gar nicht in Kraft treten zu lassen. Das war die erste Niederlage.
Die zweite folgte ein Jahr später: 2002 wurde auch die Klage Bayerns gegen die Homo-Ehe von Karlsruhe abgeschmettert - und das Lebenspartnerschaftsgesetz mit dem Grundgesetz für vereinbar erklärt: Das Grundgesetz, so sagten die Richter, schütze zwar die Ehe und erlaube, diese zu privilegieren, doch gebiete es nicht, andere Lebensgemeinschaften schlechter zu stellen als die Ehe. Die Klagerücknahme gegen das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz kommt nun wohl einer weiteren juristischen Niederlage zuvor.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Adoptionsrecht für Homo-Paare An der Lebenswirklichkeit vorbei 25.07.2009
- Zypries stößt auf Widerstand Adoptionsrecht für Homo-Paare empört Union 24.07.2009
- VIP-Klick: Ricky Martin Spätes Coming-out 30.03.2010
- Schwule und Lesben in Kalifornien Kampf um die Homo-Ehe 11.01.2010
- Erste Homo-Ehe Lateinamerikas Rosarotes Happy End 29.12.2009
- Transsexuelle Eltern Wenn eine Frau der "Vater" ist 11.12.2009
- Politik kompakt Linke fordern eigenen Untersuchungsausschuss 03.12.2009
(SZ vom 10. 8. 2009/odg)
"Ausgerechnet Sie fordern den User U.T. auf, sich an die Nettiquette zu halten? Nach allem, was Sie hier heute geschrieben haben? Erst selber geschmacklos und ausfallend werden (...)"
Das ist das genaue Zitat, auf das Sie sich beziehen.:
"Mannmann, Sie faseln bei der Moderation was von 'Fasc.hismus',(...)"
Könnten Sie sich u.U. auch an die nettiquette halten, die es verbietet in herabsetzender Form sich über andere Forumsteilnehmer auszulassen?"
Sich pöbeln einen anderen Forumsteilnehmer an. Sie können sich wegen der persönlichen Angriffe nicht auf Meinungsfreiheit beziehen, sondern nur auf ihre schlechte Erziehung.
"Haben Sie übrigens die Auszüge aus dem Grundgesetz gelesen?"
Lesen allein reicht nicht, man muss die Artikel des GG und die Präambel auch begreifen und in den Kontext der Ideengeschichte stellen könnne. Ansonsten bleibt es nur ein Missverständis und leere Geschwätz.
"Meinungsfreiheit ist immer nur die Freiheit zur Meinung des Anderen" Meinte Sie diese wirren Idee?
"Aber sie werden natürlich alles abstreiten..".
Sie suchen keine Kommunikation und Diskussion, sondern mit dem uralten Trick der Unterstellung einer Antwort des anderen versuchen Sie, ihm diese unterzuschieben.
Alleine deshalb werde ich weder was abstreiten noch bestätigen, sondern Sie nur bitten, solche Tricks gegen Mitmenschen in einer Diskussion, die jeden etwas bringen soll, zukünftig zu unterlassen. Es ist nicht Ihr Ding, den anderen Ihre Meinung zu oktroyieren. Lassen Sie sie die selbst formulieren, falls Sie überhaupt die Meinungen anderer Menschen hören wollen und nicht so von Ihrer einzig wahren Meinung überzeugt sind, dass es sich nicht lohne, anderen Menschen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Dann allerdings sind sie auf einem Niveau, wo es angetan wäre, sie auch als Person zu ignorieren. Das sind dann gravierende Charaktermängel.
Ich bin nicht der Meinung von Kiöfz., dass Techniken der Sodomisten beim GV nur noch bei den Homosexuellen vorkommen. Das stimmt so nicht. Diese Techniken sind allgemeine Techniken des GV. Die gleichen Techniken wenden ebenfalls Heterosexuelle an. Dies ist mir sofort aufgefallen in dessen Meinung, aber man muss ja nicht immer sofort antworten und außerdem, jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Die Meinung habe ich zur Kenntnis zu nehmen und abzulegen. Aber das dem die Meinungsfreiheit entzogen wurde und das in einer Demokratie und zur Begründung noch völlig verhunzte Verfassungsbilder und schräge Ideologien an die Wand genagelt wurden: das geht in einer toleranten und liberalen Gesellschaft, wie ich Sie mir wünsche, nicht. Rosa von Praunheim hat mal gesagt, dass es nicht der Schwule ist, der pervers ist, sondern die Gesellschaft, die ihn diskriminiert. Wir erlebten hier im Forum gerade die Verhaltensweisen einer perversen Gesellschaft, zu der Sie sich als Fahnenträger zugehörig halten können. Genau das, was hier ablief, hat Rosa mit seiner Meinung zum Ausdruck gebracht. Nicht die Meinung des Mannes/Frau Ki.öfz war pervers, sondern wie er hier behandelt wurde.
Damit sich die Gesellschaft oder zumindest die eigene Parallelgesellschaft ändert, muss ich erst mich selbst ändern. Tolerant werden, zuhören und nicht nur meine Mitmenschen bekämpfen. Das Letzte hat dann nur das zur Folge, was Ghandi nicht nur bemerkte, sondern selbst verspürte.
Ich passe! Das sind ja nun total verdrehte Gedankenkonstrukte, die jeglicher Logik entbehren.
Haben Sie übrigens die Auszüge aus dem Grundgesetz gelesen?
Ihnen kann ich nur alles Gute wünschen - madonna mia!
"Ewiggestrig" ist kein Kampfbegriff? Jede Diskussion hier erübrigt sich! Leider nicht nur bei diesem Thema!
Paging