Nach 1993, 1994 und 1998 ist CSU-Chef Edmund Stoiber zum vierten Mal zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt worden. Er erhielt 124 von 180 Stimmen.

Die CSU verfügt über 124 Stimmen. 53 Abgeordnete stimmten gegen Stoiber, drei Stimmen waren ungültig. Eine zunächst als Enthaltung gewertete Stimme wurde nachträglich für ungültig erklärt.

Stoiber

Edmund Stoiber bei seiner Vereidigung durch Landtagspräsident Alois Glück (r.) (© Foto: AP)

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Der 62 Jahre alte Regierungschef kündigte eine Fortsetzung seines Sparkurses an. "Wir wollen der Jugend Chancen schenken, nicht Schulden hinterlassen und halten deshalb am Ziel eines Haushalts ohne Neuverschuldung fest", sagte Stoiber.

Stoiber: Bayern konstruktiv bei Reformen im Bund

Der Staat müsse sich nach Jahrzehnten der Expansion wieder auf seine Kernaufgaben beschränken. Auf Bundesebene werde Bayern eine aktive und sehr konstruktive Rolle bei den anstehenden Reformen einnehmen.

Während der alte auch der neue Ministerpräsident ist, gab es bei anderen Spitzenämtern Veränderungen. Neuer Landtagspräsident ist der bisherige CSU-Fraktionsvorsitzende Alois Glück. Die CSU-Fraktion wird nun vom bisherigen Stellvertreter Joachim Herrmann geführt.

Auch im bayerischen Kabinett sind einige Veränderungen abzusehen. Mit Spannung wird erwartet, welche Zuständigkeiten der bisherige Leiter der Staatskanzlei, Erwin Huber, bekommen wird.

Bei der Landtagswahl vor zwei Wochen hatte die CSU 60,7 Prozent der Stimmen erzielt. Auf die SPD entfielen 19,6 Prozent, die Grünen erreichten 7,7 Prozent.

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(sueddeutsche.de/dpa/AP)