Die Schonzeit ist vorbei: Laut einer Umfrage sind die Amerikaner immer unzufriedener mit ihrem Präsidenten - mehr Zustimmung als George W. Bush erhält Obama nicht mehr.
Ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt als US-Präsident ist die Euphorie verflogen. Barack Obama wird vom harten politischen Alltag eingeholt. Das Vertrauen in den US-Präsidenten in der amerikanischen Bevölkerung schwindet laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Marktforschungsinstituts GfK. Obama reagiert gelassen auf die Ergebnisse.
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Barack Obamas Umfrage-Werte sinken. Die Euphorie der Anfangstage seiner Präsidentschaft ist vorbei. (© Foto: AP)
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Eine Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass sich die USA auf einem falschen Kurs befinden. 54 Prozent der Befragten vertreten diese Meinung, gegenüber 46 Prozent vor einem Monat. Auch die allgemeine Zufriedenheit mit dem Präsidenten hat in den vergangenen Monaten abgenommen.
Gleichauf mit Bush
Zwar sind immer noch 55 Prozent der Befragten mit der Leistung Obamas zufrieden, aber die Zweifel an der Umsetzung seiner wichtigsten politischen Ziele wachsen. Der Wert von 55 Prozent liegt über dem von Bill Clinton nach dessen ersten sechs Monaten im Amt und etwa gleichauf mit dem von Obamas direktem Vorgänger George W. Bush zur gleichen Zeit.
Vor allem hinsichtlich Obamas Wirtschaftspolitik und der Gesundheitspolitik ist die Skepsis der Amerikaner gewachsen. Der Anteil der Menschen, die glauben, er könne die wirtschaftliche Situation verbessern, ist um ganze 19 Prozent gesunken. Zwei Drittel der Befragten denken, der Präsident verstehe die Sorgen der einfachen Amerikaner - zu Beginn seiner Amtszeit glaubten das noch 81 Prozent der Menschen. 69 Prozent der Befragten halten Obama für eine starke Führungspersönlichkeit, im Januar waren es 78 Prozent.
"Geschickt, um Probleme zu lösen"
Obama reagierte gelassen, als er auf die Umfragewerte angesprochen wurde. Um gute Umfragewerte zu haben, sei es am einfachsten, wenig umzusetzen und ja keinen Streit anzuzetteln. "Aber dafür hat mich das amerikanische Volk nicht hierher geschickt. Sie haben mich geschickt, um Probleme zu lösen", sagte Obama im Gespräch mit dem Fernsehsender CBS.
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(AP/jab/gba)
Stockender Kita-Ausbau
"Um gute Umfragewerte zu haben, sei es am einfachsten, wenig umzusetzen und ja keinen Streit anzuzetteln."
Irgendwie kommt mir das bekannt vor...
In der ersten 6 Monatsbilanz gleichauf mit George Bush, dem Unbeliebten. Da hat der zum messiansichen Helden hochstilisierte Barack Obama ja einen atemberaubenden Steilflug hingelegt. Wohlfeile Reden bringens halt nicht auf Dauer, wenn man von der Realität und Komplexität der politischen Wirklichkeit eingeholt wird. Guantanao-Schließlung, Klimaschutzhysterie und Gesundheitsreform - praktisch in allen propagierten Themenbereichen verweigert selbst die demokratische Partei im Kongreß die Gefolgschaft.Wenn jetzt noch die Bevölkerung merkt, dass die ungehemmte exzessive Schulden und Geldverschendungspolitik auf Dauer in eine Hyperinflation oder gar zur Währungsreform führt - Obama könnte so schnell verschwunden sein wie er aufgetaucht ist, in dreieinhalb Jahren vom Wähler mit Schimpf und Schande davongejagt. Obama sozusagen eine Form von amerikanischem Gorbatschov.
"Da kommt Katerstimmung auf, obwohl man Obama vor einemhalben Jahr noch mit 2:1 zum Präsidenten gewählt hat. "
2:1 bei den Wahlmänner-Stimmen, die ja auf sehr seltsame, eigentlich nicht sonderlich demokratische Weise zustande kommen. Obama hatte lediglich 53%, McCain hingegen 46% der Stimmen. Der grossartig herbeikommentierte und-analysierte Riesenumschwung in den USA war das also beileibe nicht.
Reden ist Silber, HANDELN ist GOLD ...
steckt viel Wahrheit. Wer wenig bis nichts tut (ausser Sprechblasen explodieren zu lassen), dem können - bis auf das Nichtstun - keine Fehler angeheftet werden.
Wer sich etwa die Umfragewerte von Merkel betrachtet, der kann nur zu dem Schluß kommen, dass diese eben genau auf diesem Prinzip beruhen!
Paging