Bei Barack Obama läuft das Telefon heiß: Der gewählte US-Präsident nimmt Glückwünsche von Staats- und Regierungschefs entgegen. Selbst aus Iran kommt eine Gratulation.
Der designierte US-Präsident Barack Obama hat am zweiten Tag nach seinem Wahlsieg telefonische Glückwünsche von neun Staats- und Regierungschefs entgegengenommen, darunter auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Mittelpunkt der meisten Gespräche stand die Finanzkrise.
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Barack Obama während seiner Telefonate mit den wichtigsten Staats- und Regierungschefs der Welt (© Foto: Reuters)
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Ebenso wie Merkel will auch der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy schon bald mit Obama zusammentreffen. Dies vereinbarten beide Politiker am Donnerstagabend in einem halbstündigen Telefongespräch, wie Sarkozys Büro mitteilte. Der französische Staatschef habe Obama zu seinem "brillanten" Wahlsieg gratuliert, erklärte der Élysée-Palast. Die Atmosphäre des Gesprächs sei "äußerst freundlich" gewesen.
Im Gespräch mit dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón versicherte Obama der Regierung des Nachbarlands weitere Unterstützung der USA im Kampf gegen Drogenhandel und organisiertem Verbrechen. Dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak sagte Obama nach Angaben von dessen Büro, die Beziehungen zwischen beiden Staaten seien ein Eckstein für Frieden und Sicherheit in Asien.
Gratulation für den Präsidend des "großen Satans"
Weitere Telefongespräche führte Obama nach Angaben seiner Sprecherin Stephanie Cutter mit dem britischen Premierminister Gordon Brown, dem australischen Ministerpräsidenten Kevin Rudd, dem kanadischen Ministerpräsidenten Stephen Harper, dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und dem japanischen Ministerpräsidenten Taro Aso.
Unerwartet kamen auch aus Teheran freundliche Töne: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad gratilierte Obama zu seinem Sieg bei der US-Präsidentenwahlt. In seinem ungewöhnlichen Glückwunschschreiben erklärte Ahmadinedschad, er hoffe, die US-Regierung werde künftig ihre "aggressive Politik der Schikane", die auf der Besetzung und Erniedrigung anderer Länder beruhe, ändern.
Besonders mit Blick auf den Nahen Osten würde der Iran einen grundlegenden Wandel in der amerikanischen Außenpolitik begrüßen, hieß es in dem Schreiben.
Der Iran und die USA haben seit der islamischen Revolution 1979 keine direkten diplomatischen Beziehungen. Washington hat den Iranern vorgeworfen, den internationalen Terrorismus zu unterstützen und ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben. Teheran bezeichnet die USA seinerseits als den "großen Satan" und als Feind der Muslime in aller Welt.
Politische Beobachter in Teheran erwarten allerdings ungeachtet der Wahl Obamas künftig keinen entscheidenden Durchbruch im Verhältnis zu Washington, da keine wesentliche Änderung in der jeweiligen Haltung zu erwarten sein.
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(dpa/AP/odg)
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