Die drei Ausländer seien gegen sechs Uhr aus ihrem Haus verschleppt worden, sagte ein Sprecher des irakischen Innenministeriums. Wer die Geiselnehmer sind, ist noch unklar.

Die drei Entführten, die im Viertel Mansur wohnten, sind laut Ministeriumssprecher Adnan Abdel Rahman Mitarbeiter des privaten Unternehmens Gulf Services Company. Nachbarn erwähnten gegenüber Reportern, dass es sich bei den Geiseln wahrscheinlich um Ingenieure handle, die tagsüber zur Arbeit in den Bagdader Vorort Tadschi fuhren. Ausländische Geschäftsleute wohnen bevorzugt in dem wohlhabenden Wohnviertel, sofern sie nicht in der streng bewachten "Grünen Zone" leben.

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Frühere Meldungen hatten von drei entführten Briten gesprochen. Die US-Botschaft erklärte, die Angaben über die Entführung von zwei Amerikanern würden derzeit geprüft. Ähnlich äußerte sich die britische Botschaft.

Ein Polizeisprecher sagte, auf dem Grundstück, von dem die Männer offenbar entführt worden seien, fehle ein Auto. Die drei hätten sich zum Zeitpunkt des Überfalls vermutlich im Garten aufgehalten, Zeichen eines Kampfes gebe es nicht. Das Haus ist von einer hohen Mauer umgeben.

Nachbarn berichteten, im Morgengrauen seien zwei Autos vorgefahren. Später hätten sie bemerkt, dass das Eisentor offen stehe, das normalerweise geschlossen sei. Daraufhin hätten sie die Polizei gerufen.

Großbritannien ist der engste Verbündete der USA im Irak. In der Vergangenheit sind zahlreiche Ausländer im Irak von Aufständischen in Geiselhaft genommen worden. Die Entführer drohten meist mit der Ermordung ihrer Geiseln, sollten deren Heimatländer nicht ihre Truppen abziehen oder deren Arbeitgeber nicht ihren Einsatz beenden.

Schicksal der entführten Italiennerinnen unklar

Die US-Armee fand am Mittwoch nördlich von Bagdad drei enthauptete Leichen. Eine Patrouille sei an einer Autobahn auf die Körper und die abgetrennten Köpfe gestoßen, bestätigte ein Sprecher der 1. US-Infanteriedivision in Tikrit.

Islamistische Extremisten im Irak hatten in den vergangenen Monaten mehrere ausländische Geiseln enthauptet und zum Teil auch Bilder von der Ermordung veröffentlicht.

Das Schicksal von zwei entführten Italienerinnen und zwei französischen Journalisten ist weiter unklar. Die mutmaßlichen Entführer der französischen Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot bezichtigten Frankreich auf einer Internetseite zahlreicher Verbrechen gegen die Muslime. Unterdessen ließen Geiselnehmer einen vor zwei Monaten entführten Türken frei.

Unterdessen wurde das Zentrum der Hauptstadt von einer schweren Explosion erschüttert. Das berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort. Einzelheiten waren zunächst unbekannt. Erst am Dienstag waren bei einem Bombenanschlag in Bagdad 49 Menschen getötet und 131 verletzt worden.

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(AFP/AP/dpa)