Südlich der irakischen Hauptstadt fanden Anwohner 20 enthauptete Leichen. In Bagdad selbst wurden dutzende Menschen von Explosionen getötet oder schwer verletzt.

Südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag nach Polizeiangaben 20 enthauptete Leichen entdeckt worden.

Bild vergrößern

Bei Explosionen in Bagdad gibt es erneut zahlreiche Verletzte und Tote. (© Foto: Reuters)

Anzeige

Die männlichen Toten wurden in der Ortschaft Salman Pak von Anwohnern am Ufer des Tigris gefunden, teilte die Polizei weiter mit.

Identifiziert worden seien die Leichen noch nicht. Auch zu den Hintergründen der Tat machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Ebenfalls am Donnerstag richtete eine Explosion einer Autobombe ein Blutbad in Bagdad an: An einer Sammelstelle für Kleinbusse kamen nach Polizeiangaben mindestens 20 Menschen ums Leben.

Das abgestellte Auto explodierte gegen 8.15 Uhr Ortszeit im Stadtteil Baijaa, der im Südwesten der irakischen Hauptstadt liegt.

Mindestens 40 Kleinbusse gingen in Flammen auf. Zwischen den verkohlten Fahrzeugwracks lagen die teilweise zerfetzten Körper der Menschen, die nur auf ihren Bus gewartet hatten.

Nur 15 Minuten später explodierten mehrere Mörsergranaten im Einkaufsviertel Schordscha. Dabei kamen nach Polizeiangaben drei Menschen ums Leben, 14 wurden verletzt.

Unterdessen gaben die US-Streitkräfte am Mittwoch den Tod eines Al-Kaida-Führers im Irak bekannt. Der Türke Mehmet Yilmaz, auch bekannt als Chalid al Turki, sei gemeinsam mit einem Helfer bereits am vergangenen Samstag von Koalitionstruppen im Nordirak getötet worden, sagte ein Militärsprecher.

Yilmaz leitete den Angaben zufolge eine Gruppe, die ausländische Kämpfer in den Irak einschleuste.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...

(Reuters/AP)