Mali: EU-Ausbildungsmission (EUTM Mali)

Ausbildungshilfe, aber kein Kampfeinsatz: Am 28. Februar 2013 erteilte der Bundestag der Bundeswehr erstmals das Mandat für eine Entsendung von Soldaten nach Mali, die dort die Streitkräfte ausbilden sollen. Die Ausbildung findet im Rahmen einer Trainingsmission der Europäischen Union statt. Etwa ein Jahr später, am 26. Februar 2014 wurde die Mission bis zum 31. Mai 2016 verlängert. Derzeit sind 207 Soldaten in Mali stationiert, die Obergrenze liegt bei 350.

Das westafrikanische Mali wird seit 2012 von einem Bürgerkrieg gebeutelt. Seit einem Militärputsch wird der Norden des Landes quasi von islamistischen Milizen und Tuareg-Separatisten kontrolliert.

UN-Friedensmission Minusma

Gefährlicher als EUTM hingegen ist die Mission der Vereinten Nationen. Diese konzentriert sich auf den Norden des Landes und ist wesentlich größer als der Einsatz im Süden. Seit Juni 2013 gibt es ein Mandat des Bundestages, das zunächst bis zum 30. Juni 2016 geht und eine Obergrenze von 150 deutschen Soldaten beinhaltet. Bislang wurden aber nur zehn Soldaten entsandt. Sie kümmern sich um Logistik und Aufklärung.

Frankreich ist schon länger in dem afrikanischen Krisenland involviert und forderte vor allem nach den Anschlägen vom 13. November in Paris mehr Unterstützung beim Kampf gegen den Terror. Verteidigungsministerin von der Leyen hatte daraufhin angekündigt, den Einsatz aufzustocken. Soll die Zahl der Soldaten erhöht werden und der Einsatz vermehrt im gefährlichen Norden stattfinden, muss der Bundestag erneut zustimmen.

Bild: dpa 2. Dezember 2015, 11:192015-12-02 11:19:02 © Süddeutsche.de/esp/dayk/joku/ewid/ghe