Von Afghanistan bis Südsudan: Insgesamt sind derzeit 5.769 Soldaten der Bundeswehr im Auslandseinsatz. Ein Überblick über die Missionen, an denen sich Deutschland beteiligt.
Afghanistan/Usbekistan: International Security Assistance Force (ISAF)
Nach 13 Jahren in der Krisenregion wird sich die Bundeswehr 2014 aus Afghanistan zurückziehen. Die Beteiligung deutscher Soldaten an der ISAF-Mission in Afghanistan gehört zu den größten und umstrittensten Auslandseinsätzen in der Geschichte der Bundesrepublik. Aktuell ist die Bundeswehr dort mit 4.305 Soldaten vor Ort. Seit 2006 trägt Deutschland die Verantwortung für den Norden Afghanistans.
Die internationale Friedenstruppe hat laut Bundeswehrangaben den Auftrag, die afghanische Regierung bei der Wahrung der Menschenrechte, der Herstellung und Wahrung der inneren Sicherheit, der Auslieferung von Hilfsgütern und der geregelten Rückkehr von Flüchtlingen zu unterstützen. Darüber hinaus soll sie sicherstellen, dass afghanische sowie internationale Organe in einem sicheren Umfeld arbeiten können. Der Einsatz war zu Beginn nur auf Kabul beschränkt, wurde aber auf Wunsch der afghanischen Regierung zwischen 2004 und 2006 auf ganz Afghanistan ausgeweitet. Nachdem sich die Sicherheitslage landesweit verschlechtert hat, wurde die ISAF-Truppenstärke massiv aufgestockt. Inzwischen stehen Aufbau und die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte im Vordergrund, da Armee und Polizei künftig im Land für Sicherheit sorgen sollen.
Die Nato will ihren Kampfeinsatz in Afghanistan Ende 2014 beenden, danach sollen Soldaten nur noch zur Beratung und Ausbildung von afghanischen Streitkräften im Land bleiben. Unklar ist, ob auch Deutschland Reservetruppen stellen wird.
Bild: AFP29. April 2013, 12:26 2013-04-29 12:26:00