Die schnellen und flexiblen Eingreifgruppen sollen bereits im nächsten Jahr Auslandseinsätze erleichtern. Deutschland will sich an vier Kampftruppen beteiligen.
Die EU-Staaten haben ein ehrgeiziges Projekt für militärische Einsätze außerhalb ihrer Grenzen beschlossen. Die Verteidigungsminister verständigten sich auf die Bildung von insgesamt 13 kleineren und äußerst mobilen Kampftruppen von jeweils 1.500 Soldaten. Diese so genannten "Battlegroups" werden binnen maximal zwei Wochen einsatzbereit sein.
Multinationale EU-Brigaden sollen künftig weltweit eingreifen. (© Foto: dpa)
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Der erste der Verbände soll im kommenden Jahr für die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) einsatzfähig sein, sagte der amtierende Ratsvorsitzende und niederländische Ressortchef Henk Kamp. Deutschland wird sich an vier "Battlegroups" beteiligen.
Neben dem Verband mit Tschechien und Österreich wird die Bundeswehr auch eine EU-Truppe gemeinsam mit Frankreich, Belgien, Luxemburg und Spanien, eine weitere "Battlegroup" mit den Niederlanden und Finnland sowie einen vierten Verband mit Polen, Slowakei, Lettland und Litauen bereitstellen.
Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien haben jeweils eine "Battlegroup" zugesagt. Weitere Kooperationsteams werden von Frankreich und Belgien, von Italien, Ungarn und Slowenien, von Italien, Spanien, Griechenland und Portugal, von Schweden, Finnland und dem Nicht-EU-Staat Norwegen sowie von Großbritannien und den Niederlanden zusammengesetzt.
Das Konzept geht auf eine gemeinsame Idee Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens zurück. Danach soll die EU die Fähigkeit bekommen, vor einer Eskalation in internationale Krisen einzugreifen. Vorausgesetzt: ein Mandat der Vereinten Nationen liegt vor.
Die EU-Kampftruppen sollen binnen zehn Tagen zum Einsatz in einem Radius von 6.000 Kilometern bereit sein und bis zu vier Monate im Ausland stationiert werden können.
Kamp sagte, bereits im nächsten Jahr soll die EU in der Lage sein, mit einer Kampftruppe eine solche Mission zu starten. Von 2007 an soll die EU in der Lage sein, zwei Einsätze pro Jahr zu fahren. Das Konzept stehe in Einklang mit der schnellen Eingreiftruppe der NATO, sagte Kemp. Staaten, die Mitglied beider Organisationen seien, würden ihre Soldaten zwischen den Einheiten rotieren lassen.
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(AFP/AP)