Deutschland verhandelt erneut mit den USA über die Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen. Es ist Zeit, ein Zeichen der Solidarität zu senden, denn es geht auch um Berlins Glaubwürdigkeit.
Als die USA befreundete Staaten vergangenes Jahr ersuchten, unschuldige Häftlinge aus dem Gefangenenlager Guantanamo aufzunehmen, erhielten sie aus Deutschland einen Korb. Der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble führte Sicherheitssorgen zur Begründung an, im Kern aber war die deutsche Argumentation simpler: Deutschland nimmt keine Häftlinge auf, weil es das nicht muss. In der Tat hatten die USA keinen Anspruch auf Hilfe, sie baten um einen Freundschaftsdienst. Er wurde ihnen verweigert.
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Deutschland will vielleicht doch Häftlinge aus dem Lager Guantanamo auf Kuba aufnehmen. (© Foto: ddp)
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Zwischenzeitlich haben fast 40 Staaten ihre Grenzen für Gefangene aus Guantanamo geöffnet. Es sind Staaten darunter, die sich Vorteile davon erhoffen, dem mächtigen Partner einen Gefallen zu tun.
Georgien etwa, dessen Image seit dem Krieg mit Russland stark gelitten hat, nahm zuletzt drei Häftlinge auf. Zu den Aufnahmebereiten zählen aber auch etliche europäische Länder. Für sie geht es nicht um wirtschaftlichen oder politischen Gewinn, sondern um Glaubwürdigkeit. Zu den schärfsten Kritikern des vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush rechtswidrig installierten karibischen Kerkers hatten die Staaten der Europäischen Union gehört.
Folglich waren und sind sie angesprochen, wenn dessen Nachfolger Barack Obama um Hilfe bei den Aufräumarbeiten bittet.
Monate nach der Bundestagswahl ist die Zeit nun auch in Berlin gekommen, ein verspätetes Zeichen der Solidarität zu senden. Verhandelt wird über die Aufnahme einzelner gründlich überprüfter Gefangener. Eine Garantie, dass sie sich nach Jahren im Lager zu mustergültigen Mitbürgern mausern, gibt es nicht. Ein Freundschaftsdienst, der dem Erbringer nichts abverlangt, ist keiner.
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(SZ vom 29.03.2010/afis)
Russland unter Putin
ergänze ich meinen gestrigen Beitrag wie folgt:
Meine ABLEHNUNG der US-ZUMUTUNG, Guantanamo-Häftlinge in D aufzunehmen, ist ausschliesslich gegen die USA und deren völkerrechts-widrigen, Menschen verachtenden Politik gerichtet!
Die armen OPFER dieser US-Politik würde ich dagegen gerne auch in Deutschland aufnehmen, würde das keinen Präzedenzfall schaffen, den wir rein aus RECHTS-Gründen nicht zulassen dürfen!
Dass OBAMA noch nicht einmal vermag, einen ZIVIL-Prozess gegen einen -jedenfalls scheinbar- geständigen Terroristen in einem US-Bundesstaat durchführen zu können zeigt deutlicher als jedes Argument, dass die TÄTER, nämlich die US-(Kriegs-)Justiz, sich mit Ihren eigenen Verbrechen gegen international gültige Rechtsnormen NICHT auseinander setzen will - mit dem Vorwand, sich vor terroristischen Attacken zu fürchten!
Spätestens JETZT müsste OBAMA
- seinen Vorgänger GWBush,
- dessen herausragenden Kriegstreiber GHENEY
- sowie deren juristische Helfershelfer
ANKLAGEN lassen!
DAS sind ER und die USA den zu hunderttausenden im IRAK und in AFGHANISTAN getöteten UNSCHULDIGEN schuldig!
überwiegend aus dem konservativen Lager, Bündnisgenossen in Kriege und Konflikte, die nur ihren Zielen dienen. Damit haben sie für alle, nicht nur sich selbst, die Welt immer unsicherer gemacht. Insbesondere gilt dies für die kriegerischen Auseinandersetzungen in Afghanistan und Irak, sowie dem Vorgänger in Kuwait, der zumindest durch erbärmliche Diplomatie ausgelöst, wenn nicht sogar zielgerichtet angezettelt wurde.
Und als "Begleiterscheinung" entstand dann Quantanamo, wofür nicht nur keine Meinung bei den Bündnisgenossen eingeholt wurde, sondern jegliche Proteste und Warnungen als Einmischung abgetan wurden.
Und nun sollen wir mithelfen, den Scherbenhaufen zu beseitigen!
Wahrscheinlich hofft man, auf diese Tour ein paar sehr teure Schadensersatz-Prozesse loszuwerden, weil nach Ausreise in ein befreundetes Land erst mal umständlich die Zuständigkeit geklärt werden müsste.
Nein, liebe Freunde, das ist ganz alleine Euer Baby!
Wie schon anderweitig zumindest sinngemäß geschrieben: Ihr habt viel mehr Platz als wir und, vor allen Dingen, Ihr habt's erfunden! Wer Asyl bei uns haben will, soll einen entsprechenden Antrag stellen und eine Entscheidung erhalten, wie alle anderen Antragsteller.
DENN die US-Bitte um Aufnahme jahrelang unschuldig auf Guantanamo Inhaftierter ist KEIN "Freundschaftsdienst", sondern eine ZUMUTUNG!
Den bereits in 14 von 15 Beiträgen genannten Ablehnungsgründen möchte ich lediglich noch etwas präzisieren:
Diese OPFER amerikanischer Willkür müssen von den USA
- sofort in die Freiheit entlassen werden!
Ausgestattet mit
- Entschädigung, die der Dauer der Einkerkerung sowie der erlittenen FOLTER einigermassen "gerecht wird,
sowie
- dem Angebot auf lebenslanges Assyl in den USA!
- einem US-Passport und neuer Idendität!
- einem Around the World-Ticket!
Durch die inzwischen mit über 5000 Soldaten leider allzu aktive Beteiligung am US-Überfall auf das unschuldige Afghanistan macht sich Deutschland zwar mit-schuldig an der TÖTUNG, aber jedenfalls soweit bisher bekannt nicht auch noch an der ziemlich wahllosen Inhaftierung und Folterung, vom "Trauer"- Fall KURNAZ einmal abgesehen, vermutlich Unschuldiger in Folterlagern ausserhalb der USA!
Schlimm genug, dass "es Deutschland bereits wieder so weit geracht hat"! ABER schliesslich ist dieses Land auch nicht wirklich SOUVERÄN, sondern von ausgewiesenen Kriegstreibern noch immer BESETZT!
Zumindest DAMIT, Herr Brössler, hätten Sie die Zumutung "Freundschaftsdienst" begründen müssen!
Bush hat mit Guantanamo ein Sonderrecht geschaffen. Hiergegen wurde staatenweit protestiert. Insofern muss die USA die Fürsorge für unberechtigte Gefangene selbst lösen. Es strapaziert eher Freundschaften, die selbst geschaffenen Probleme auf Andere zu übertragen.
...schon lange kein rein amerikanisches Problem mehr. Wie so oft erledigen die Amis für den Westen die Drecksarbeit und jetzt fliegen die ganzen Heuchler auf. Das ist erbärmlich. Eine Schande für Amerika und und ziemlich rückgratlos vom Rest.
Und dieser Bosbach ist vielleicht ne überhebliche Flitzpiepe. Grauenvoll sowas auch noch zu verbreiten.
Paging