Aufgewachsen bei Dschihadisten Deutsche IS-Kinder

„Die Kinder verdienen unser Mitgefühl“: Frauen und Kinder mutmaßlicher IS-Kämpfer in einem Gefangenenlager im Nord-Irak.

(Foto: Ari Jalal/Reuters)

Die Bundesregierung will Söhne und Töchter deutscher Dschihadisten zurückholen - doch das ist nicht ohne Risiko. Denn die Terrormiliz IS radikalisierte schon die Kleinsten, manche mussten sogar morden.

Von Georg Mascolo, Volkmar Kabisch und Amir Musawy

Es war eine höchst ungewöhnliche Dienstreise, zu der Staatsschützer des Bundeskriminalamtes (BKA) in den letzten Tagen des August aufbrachen. Das Ziel hieß Bagdad, die Genehmigung hierzu hatte die irakische Regierung erteilt, den Schutz der deutschen Beamten übernahm eine internationale Sicherheitsfirma. Gepanzerte Fahrzeuge und schwer bewaffnete Leibwächter standen direkt nach der Landung bereit.

Der Aufwand diente dem Zweck, vier deutsche Frauen zu vernehmen, die allesamt zum sogenannten Islamischen Staat (IS) ausgereist waren und im Juli von irakischen Soldaten nach der Befreiung ...