Sollte der Iran sein Atomprogramm tatsächlich wie angekündigt wieder aufnehmen, wollen sich die USA in die Verhandlungen zwischen Teheran und der EU einklinken. Falls dies nichts nützt, will sich Washington im Sicherheitsrat für Sanktionen stark machen.

Auch der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien würde in diesem Fall konsultiert, erklärte Außenamtssprecher Tom Casey in Washington.

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Er appellierte an die Regierung in Teheran, die Wiederaufnahme der Urananreicherung unbedingt zu unterlassen. Washington sieht in den Schritten Irans die Vorbereitung zur Produktion von Atomwaffen.

Iran hatte zuvor die UN-Atombehörde in Wien über die Wiederaufnahme seines umstrittenen Atomprogramms unterrichtet. Der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) wurde ein Schreiben übermittelt, nach dem Iran seine Aktivitäten im Atomforschungszentrum von Isfahan sofort wieder aufnehmen will.

Kurz vor der Übergabe des Schreibens an die IAEO hatte Teheran die Europäer ultimativ aufgefordert, noch am selben Tag ihre Vorschläge für ein umfassendes politisches und wirtschaftliches Abkommen mit Iran vorzulegen.

Stellvertretend für die EU bemühen sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Konflikt mit diplomatischen Mitteln beizulegen. Sie wollen in Kürze Teheran für die Beilegung seines Atomprogramms Gegenleistungen in Form von Wirtschaftshilfen anbieten.

"Maximal zwei Tage"

Der Iran verschob der Iran die für Montag angekündigte Wiederaufnahme um zwei Tage. Die Entscheidung sei auf Wunsch der IAEA erfolgt, erklärte der Sprecher des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, Ali Agha Mohammadi.

IAEA-Chef Mohammed ElBaradei wolle Inspektoren in den Iran entsenden, um die Wiedereröffnung der von seiner Behörde versiegelten Atomanlage in Isfahan zu überwachen. Dafür habe er sich "maximal zwei Tage" Zeit erbeten, sagte Mohammadi.

Dagegen erklärte IAEA-Sprecherin Melissa Fleming, man habe gegenüber Teheran klargestellt, dass man mindestens eine Woche brauche, um das notwendige Gerät zur Überwachung der Atomanlage in den Iran zu bringen.

In Isfahan soll Roh-Uran zu Uran-Hexafluorid umgewandelt werden. Dieses Gas kann in Zentrifugen in angereichertes Uran umgewandelt werden, das je nach Grad der Bearbeitung zum Bau von Atomwaffen dienen könnte.

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(AP/dpa)