Die sogenannte Sechsergruppe, auch die USA, wollen den Iran zu Gesprächen einladen. Es soll eine diplomatische Lösung im Atomstreit gefunden werden.

Die USA und die anderen Mitglieder der sogenannten Sechsergruppe wollen Iran zu Gesprächen über eine diplomatische Lösung des Atomstreits einladen. Wie die Vereinigten Staaten, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland gemeinsam mitteilten, soll der EU-Außenbeauftragte Javier Solana die Einladung überbringen. "Der Unterschied ist, dass die USA an den Diskussionen mit Iran von nun an teilnehmen werden", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums in Washington.

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Am Donnerstag dürfte Mahmud Ahmadinedschad wohl erstmals einen Erfolg bei der letzten Phase seiner Kernbrennstoff-Produktion bekanntgeben. Die Sechsergruppe will eine diplomatische Lösung im Atomstreit. (© Foto: dpa)

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Die anderen Mitglieder der Sechsergruppe begrüßten den von der neuen US-Regierung eingeleiteten Richtungswechsel ausdrücklich. Präsident Barack Obama hatte wiederholt angekündigt, die festgefahrene Lage im Atomstreit durch direkte Gespräche mit Iran aufbrechen zu wollen. Bilaterale Verhandlungen hatten die USA bislang verweigert. Zwar nahm der US-Diplomat William Burns im Juli 2008 an den Atomgesprächen mit Iran teil.

Doch beschrieb die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice seine Teilnahme als einmaligen Akt. In der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung der Sechsergruppe hieß es: "Wir fordern Iran nachdrücklich auf, diese Möglichkeit zu nutzen, sich mit allen von uns im Geiste des gegenseitigen Respekts einzulassen."

Die Gruppe hat bislang erfolglos versucht, Iran mit einer Mischung aus wirtschaftlichen Sanktionen und Anreizen zur Einstellung seiner Urananreicherung zu bewegen. Iran hat immer wieder beteuert, sein Atomprogramm diene ausschließlich der Energiegewinnung. Der Westen bezweifelt dies jedoch.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad begrüßte allerdings den Ruf von US-Präsident Barack Obama nach einer atomwaffenfreien Welt. "Auch wir unterstützen eine weltweite atomare Entwaffnung und sind bereit, in dieser Hinsicht unseren Beitrag zu leisten", sagte der iranische Präsident nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars.

Das Hauptziel müsse jedoch sein, Länder mit nuklearen Waffen abzurüsten, "nicht das Blockieren von Ländern, die ihre eigene Atomkraft erzeugen wollen", sagte Ahmadinedschad dem Agenturbericht zufolge. Er spielte damit auf die ablehnende Haltung der USA zum iranischen Atomprogramm an.

Letzte Phase der Brennstoff-Herstellung erreicht

Am Donnerstag dürfte Iran wohl erstmals einen Erfolg bei der letzten Phase seiner Kernbrennstoff-Produktion bekanntgeben. Er habe gute Nachrichten für das iranische Volk, sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Mittwoch, einen Tag vor den Feiern anlässlich des Nationalen Atom-Tages.

Laut der Nachrichtenagentur Irna will das Staatsoberhaupt eine Anlage zur Herstellung von atomarem Brennstoff im Zentral-Iran einweihen. Nach Einschätzung von Experten dürfte Ahmadinedschad bekanntgeben, dass der Iran inzwischen den gesamten Prozess der Herstellung von Brennelementen beherrscht. Dazu gehört neben der Anreicherung von Uran und der Herstellung von Uran-Pellets für Reaktoren auch die Herstellung von Brennstäben und deren Bündelung.

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(Reuters/dpa/segi)