Russland soll so schnell wie möglich Nuklearbrennstoff für das von russischen Firmen gebaute Kraftwerk Bushehr liefern. Für Verzögerung erwartet Teheran Entschädigungen.

Der Iran drängt Russland, endlich das Atomkraftwerk Bushehr am Persischen Golf fertigzustellen.

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Teheran habe Moskau erstmals eine Frist gesetzt, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA. Russland solle binnen zwanzig Tagen einen Zeitplan für die Inbetriebnahme des Reaktors vorlegen, sagte der Vize-Chef der iranischen Atombehörde Mohammed Saidi in Teheran.

Moskau müsse nicht nur so schnell wie möglich Nuklearbrennstoff für das von russischen Firmen gebaute Kraftwerk liefern, sondern den Iran auch für die Verzögerungen entschädigen.

Ursprünglich hatte Russland zugesagt, dass der erste Block des Atomkraftwerks zu Beginn des neuen Jahrtausends ans Netz gehen kann.

Seitdem kam es aber immer wieder zu Verzögerungen. Während die USA im Atomstreit mit dem Iran auf ein schnelles Handeln des Weltsicherheitsrats dringen, haben Russland und bisher ein hartes Vorgehen gegen Teheran verhindert.

Derweil warnte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die USA im Streit um das Atomprogramm des seines Landes erneut vor einem Militärschlag, tat aber entsprechende Überlegungen zugleich als "Propaganda" ab.

Washington warf er bei einem Gespräch mit islamischen Geistlichen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta nach Angaben der Nachrichtenagentur Antara vor, den Iran nur einschüchtern zu wollen.

"Aus den USA kommt vor allem Propaganda mit einem bedrohlichen Gesicht, und der Ton ist dazu bestimmt, dem Iran Angst zu machen".

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(dpa)