Der deutsche Außenminister bedauert, dass die russisch-iranischen Gespräche erfolglos verlaufen sind und die Iraner wieder in die Atomforschung einsteigen wollen. "Das kann nicht ohne Folgen bleiben", so Steinmeier.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich ernsthaft besorgt gezeigt über die jüngsten iranischen Atompläne. "Es sind am Wochenende zwei sehr, sehr verhängnisvolle Signale aus der iranischen Regierung gekommen", sagte Steinmeier vor Beginn der Kabinettsklausur in Genshagen bei Berlin.

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So seien die russisch-iranischen Gespräche über die Moskauer Vorschläge, Urananreicherung außerhalb der iranischen Grenzen vorzunehmen, offensichtlich nicht erfolgreich verlaufen.

Er wolle darüber noch am Nachmittag mit seinem russischen Amtskollegen sprechen.

Zudem hätten die Iraner angekündigt, die Siegel zu brechen, um dann wieder in die Erforschung der Anreicherung einzusteigen.

Noch in dieser Woche, spätestens am Donnerstag werde er sich darüber mit seinen Amtskollegen aus Paris und London austauschen.

Er wolle den Ergebnissen nicht vorgreifen. "Aber Sie ahnen, dass das nicht ohne Folgen bleiben kann für den Verhandlungsprozess der EU-Drei", sagte Steinmeier.

Russland hatte als Kompromiss vorgeschlagen, die Anreicherung von Uran für ein friedliches iranisches Atomprogramm zu übernehmen. So sollte der Iran dazu bewogen werden, auf eine Urananreicherung im eigenen Land zu verzichten.

Diese kann der Herstellung von Kernbrennstoff, aber auch von Atomwaffen dienen. Der iranische Chefunterhändler Dschawad Waidi hatte jedoch am Sonntag erklärt, Iran wolle die Urananreicherung auf jeden Fall im eigenen Land behalten.

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(dpa/AP)