Iran muss im Atomstreit mit weiteren Sanktionen rechnen: Sollte Teheran nicht einlenken und ausstehende Fragen zu seinem Atomprogramm beantworten, wollen die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland eine entsprechende UN-Resolution einbringen.

Die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland haben sich auf die Verhängung weiterer Sanktionen gegen den Iran geeinigt, sollte dieser die ausstehenden Fragen zu seinem Atomprogramm nicht zufriedenstellend beantworten.

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Man werde dann eine entsprechende Resolution in den Weltsicherheitsrat einbringen, erklärte ein britischer Diplomat nach Gesprächen mit deutschen, amerikanischen, französischen, russischen und chinesischen Gesandten am Freitag in London.

China und Russland sind gegen neue Sanktionen

Man werde nun abwarten, wie ein für Mitte November geplanter Bericht der Europäischen Union und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ausfalle, fügte der britische Delegierte hinzu. Eine neue Gesprächsrunde der sechs Länder auf Diplomaten-Ebene wurde für den 19. November anberaumt. China und Russland haben sich bislang immer gegen neue Sanktionen gewandt.

Der Iran hat bis spätestens 15. Dezember Zeit, alle Fragen der IAEA bezüglich seiner Anreicherung von Uran zu beantworten. Saudi-Arabien schlug vor, dass ein Konsortium mehrerer Golf-Anrainerstaaten das angereicherte Uran für iranische Atomanlagen liefern sollte.

Auf diese Weise könnte der Streit mit dem Westen über das iranische Atomprogramm entschärft werden, erklärte der saudiarabische Außenminister Prinz Saud al Faisal in der Zeitschrift Middle East Economic Digest.

Demnach könnten die sechs Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) - Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate - in einem Staat außerhalb des Nahen Ostens eine Anlage zur Urananreicherung bauen.

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(AP/dpa/aho)