Fast täglich fordern Politiker in Israel, Irans Atomanlagen anzugreifen - noch bevor US-Präsident George W. Bush abtritt.
In Israel wird schon längst nicht mehr darüber spekuliert, ob Irans Atomanlagen zerstört werden - sondern nur noch wann. Regierungschef Ehud Olmert hat in jüngster Zeit mehrmals öffentlich erklärt, dass sich Israel letztlich nicht auf andere Staaten verlassen könne und die von Iran ausgehende Gefahr notfalls eliminieren müsse.
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Irans Präsident Mahmoud Ahmadinedschad (rechts) beim Besuch einer Uran-Anreicherungsanlage in Natans (Archivbild) (© Foto: dpa)
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Demonstrativ ließ Olmert vor wenigen Tagen eine Meldung verbreiten, er habe die Atomanlage Dimona im Süden des Landes besucht, einen der am strengsten abgeschirmten Orte in Israel. Dass der Militärzensor das Verbot aufhob, über Dimona zu berichten, wurde allgemein als Demonstration der Stärke interpretiert - und als Drohung in Richtung Teheran. In Dimona wird atomwaffenfähiges Plutonium hergestellt, laut unabhängigen Berichten besitzt Israel bereits 200 Atomsprengköpfe.
Der Ton in Richtung Iran hat an Schärfe zugenommen. In der israelischen Regierung werden die Sanktionen gegen das Land als unzureichend empfunden. Verkehrsminister Schaul Mofaz erregte Anfang Juni internationales Aufsehen, als er zu einem Erstschlag gegen die etwa 1600 Kilometer von Israel entfernte iranische Uran-Anreicherungsanlage in Natans und den Nuklearkomplex in Isfahan aufrief.
Unverholene Aufrufe
Seitdem vergeht in Israel kaum ein Tag, an dem Politiker nicht indirekt oder unverhohlen zu einem Militärschlag gegen Iran bis Ende des Jahres aufrufen. Dahinter verbirgt sich auch die Ansicht, dass Israel in US-Präsident George W. Bush, dessen Amtszeit im Januar ausläuft, einen uneingeschränkten Befürworter für einen Militärschlag besitzt. Der demokratische Kandidat für die Nachfolge Bushs, Barack Obama, hat bereits mehrmals erklärt, er könne sich auch einen Dialog mit Iran vorstellen.
Zwar steckt hinter Mofaz' Aufruf das Kalkül, mit Drohgebärden in Richtung Teheran den Vorsitz der regierenden Kadima-Partei bei den kommenden Wahlen zu ergattern. Doch sprechen auch Indizien und die Aussagen anderer Politiker und Geheimdienstmitarbeiter für einen Militärschlag gegen Irans Atomanlagen.
Nach Erkenntnissen von israelischen und amerikanischen Geheimdiensten sollte in der von der israelischen Luftwaffe im vergangenen September bombardierten Anlage in Syrien Plutonium produziert und anschließend nach Teheran geliefert werden. Mit der Zerstörung sandte Israel ein unmissverständliches Signal an die Mullahs, dass auch die iranischen Atomanlagen vor einem israelischen Angriff nicht sicher seien.
Als weiteren Beleg für die Einsatzbereitschaft der israelischen Luftwaffe wird ein Großmanöver gewertet, das sie unter strengster Geheimhaltung Anfang Juni über dem östlichen Mittelmeer absolvierte. Nach Angaben der New York Times waren mehr als 100 israelische Kampfflugzeuge der Typen F-15 und F-16 beteiligt, die einen Angriff auf eine iranische Atomanlage simulierten. Der frühere Luftwaffengeneral Isaak Ben-Israel rechtfertigte die Übung mit dem Hinweis, dass Iran nur noch "ein bis zwei Jahre vom Bau einer Atombombe entfernt" sei.
Die Übung sei eine Vorbereitung auf den Fall gewesen, "dass die Weltgemeinschaft das Atomprogramm nicht stoppen kann". Ben-Israel, der heute für die Kadima-Partei im Parlament sitzt, sprach in einem Interview mit dem Spiegel Klartext: "Israel wird nicht tatenlos zusehen, wie Iran eine Atombombe baut. Wenn nötig, werden wir Gewalt anwenden."
Übungen für den Ernstfall
Für einen präventiven Schlag gegen die Atomanlagen, die auf mehrere Orte in Iran verteilt und zum Teil unterirdisch angelegt sind, spricht sich seit Monaten auch Oppositionsführer Benjamin Netanjahu vom rechten Likud aus. Und der frühere Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Schabtai Schavit, forderte in der britischen Zeitung Daily Telegraph, dass Irans Atomanlagen binnen eines Jahres zerstört werden müssten.
Um nicht so unvorbereitet auf einen Angriff aus Iran zu reagieren wie vor zwei Jahren, als Israel den Raketen der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah ausgeliefert war, wurde im April die größte Zivilschutzübung seit Bestehen des jüdischen Staates abgehalten - Sirenen heulten im ganzen Land, Schulkinder mussten Gasmasken aufsetzen, Stadtverwaltungen wurden evakuiert, im Parlament wurde ein Raketenangriff simuliert, in Haifa ein Angriff auf Treibstoffdepots. In Israel geht man davon aus, dass Iran bei einem Präventivschlag Vergeltung üben wird. Die Tageszeitung Haaretz schätzt, dass Iran 7000 Raketen besitzt.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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@alle, wisst ihr was mir Sorgen bereitet?, wie zuvor beim Irakkrieg fiel es auf, dass in den Wochen und Monaten vor dem Angriff weltweit in den Medien und Foren ganze Heere von Isarel- und USA-Trollen aktiv wurden und massiv Propaganda verbreiteten um den Krieg zu rechtfertigen und darzulegen warum dieser notwendig sei.
Genau dies ist seit ca. Ende Juni verstärkt wahrnehmbar und deutet darauf hin das dies die selbe Kriegsvorbereitende Propaganda sein wird wie beim Irak und somit beim wohl leider bald beginnenden Iranangriff um die Stimmung und Meinung der Medien in Richtung Pro USA/Israel zu drücken.
Ein Beleg dafür ist das kurz vor dem Irakangriff damals durch die Masse der Pro USA Posts der eindruck erweckt wurde das eine Mehrheit der User diese Politik teilt oder gar unterstützt, obwohl dies alle umfragen wiederlegten, da zu jedem zeitpunkt eine Überwältigende mehrheit weltweit gegen den Irakkrieg war, ebenso gegen den anstehenden Irankrieg.
@U.T, ziv61 u.a., kommen noch Beweise und Gegensargumente oder belassen Sie es dabei, aus Mangel an diesen? :-))
Beispiel: Ich behaupte einfach mal, Israel will Atomraketen gegen Deutschland schiessen, ich kann dies zwar nicht beweisen oder begründen ob und warum, aber ich bin fest davon überzeugt, also rufe ich auf zum Krieg gegen Israel, präventiv, damit sie nicht, wie ich ja annehme, Deutschland zuerts auslöschen.
Merken Sie langsam an diesem "Beispiel" wie absurd ihre "Logik" und "Argumentation" ist?.
"Wenn Israel sich an all diese Sachen halten würde, wäre es längst untergegangen! "
Und wie das bitte?, wodurch?, wenn doch Israel selbst konventionell militärisch jedem LAnd in der region haushoch überlegen ist und als einzigstes Atomwaffen besitzt, sowohl mit Erstschlags- wie auch Zweitschlagskapazitäten.
Somit, bitte um eine nachvollziehbare und belegte Begründung wie Sie zu dieser Aussage/Einschätzung kommen?.
@SZ, kann man nicht irgendwie dafür sorgen das Antworten vermieden werden die rein gar keinen Inhalt oder gar Argumentation/Genegargumentation beinhalten?, denn hier werden dutzendeweise Posts abgegeben die bis auf unbelegte Behauptungen, Annahmen und Unterstellungen nichts beinhalten.
@Rotbewerter, ob Rot oder Grün interessiert mich recht wenig, dennoch fände ich Gegenagrumente interessanter, vieleicht versuchen Sie wenigstens dadurch Ihren Standpunkt zu unterstreichen, sonst ist es nicht nachvollziehbar wie Sie zu Ihrer Positionierung kommen, denn Behauptungen ohne Belege oder Argumente sind sonst nicht nachvolziehbar.
"Wenn Israel sich an all diese Sachen halten würde, wäre es längst untergegangen!"
Aha, ich dachte immer, wie es Frau Merkel immer sagt, Israel sei die einzige Demokratie und Rechtstaat in der Region. Muss man sich dann nicht an Gesetze und resolutionen halten die sonst für alle auf diesem Erdball gelten, oder gilt dies für alle, aber nur nicht Israel und die USA?.
Gerade weil sich Israel nicht an Recht und Resolutionen hällt, wächst der Hass und die Ablehnung gegen das Land nicht nur in der Region, was eines Tages zu einer ernsten Bedrohung für Israel heranwachsen wird, spätestens dann wenn die US-Rückendeckung wegfällt oder abnimmt.
Recht, Konventionen, Resolutionen, Chartas und Gesetze, vor allem internationale gelten für alle und wenn sich nicht alle daran halten, werden diejenigen die sich daran halten oder gar dazu gezwungen werden dies mit aller Macht immer mehr ablehnen, denn nichts schürt mehr Hass und Agression als Ungleichheit und Ungerechtigkeit.
Wenn Israel sich an all diese Sachen halten würde, wäre es längst untergegangen! Wäre ihnen das lieber?
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