Das angestrebte Nuklearabkommen mit Iran droht zu scheitern: Teheran fordert umfassende Änderungen an dem Kompromiss-Vorschlag im Atomstreit.
Das angestrebte Nuklearabkommen mit Iran droht zu scheitern - und damit auch der weitere Verhandlungsprozess im Atomstreit mit dem Land. Iran hat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Donnerstag seine "anfängliche Antwort" zu einem Vertragsentwurf übermittelt, nach dem Iran bis Jahresende einen Großteil seines Urans exportieren soll, um daraus Brennelemente fertigen zu lassen. Das bestätigte die IAEA, ohne Details der Antwort zu nennen.
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Bombenbau im Berg? Das Satellitenbild zeigt eine neue Anlage zur Urananreicherung, die nahe der Stadt Ghom gebaut wird. (© Foto: AP)
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Die Behörde teilte aber weiter mit, IAEA-Generaldirektor Mohamed ElBaradei befinde sich in Konsultationen mit der Regierung Irans und allen anderen Beteiligten "mit der Hoffnung, dass bald Einvernehmen über seinen Vorschlag hergestellt werden kann".
Ein mit der Sache vertrauter Diplomat sagte der Süddeutschen Zeitung, Iran verlange "substantielle Änderungen" an dem Vertrag, die bisherige Reaktion Irans komme einer "als Zustimmung verpackten Ablehnung" gleich. Irans IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanieh hatte gesagt, Iran sei mit dem "generellen Rahmen" des Abkommens einverstanden, Teherans "wirtschaftliche und technische Ansichten", wie das Uran geliefert werde, sollten aber berücksichtigt werden.
Im Kern des Streits steht, dass Iran sich dem Vernehmen nach weigert, einen Großteil seines Uranvorrats außer Landes zu bringen, wie es der Entwurf vorsieht. ElBaradei hatte in seiner Vorlage vorgeschlagen, Iran müsse bis Ende des Jahres 1200 Kilogramm seines leichtangereicherten Uranhexafluorids exportieren, etwa drei Viertel seiner Bestände. Es soll in Russland weiter angereichert und dann in Frankreich zu Brennelementen verarbeitet werden.
Ende 2010 soll Iran die ersten Brennstäbe zurückerhalten, um den Betrieb eines Forschungsreaktors in Teheran sicherstellen zu können, der Isotope für medizinische Zwecke produziert. Iran befürchtet offenbar, die Lieferung der Brennstäbe könne verweigert werden, falls es zu einer Eskalation im Atomkonflikt kommt. Um diesen Bedenken gerecht zu werden, hatte ElBaradei angeboten, dass die IAEA eine Art Garantie für das iranische Uran übernimmt.
Das reicht der Führung in Teheran aber offenbar nicht aus. Diplomaten wollten Details der iranischen Wünsche nicht preisgeben, um ElBaradeis Vermittlungsbemühungen nicht zu gefährden. Die bisherige Reaktion Irans stehe aber "im Widerspruch zu Kernelementen" des Vertragsentwurfs, sagte ein Diplomat. Frankreich und die USA, die zwar nicht Vertragspartner werden sollen, aber das Geschäft eingefädelt haben, bestehen bisher auf der baldigen und vollständigen Ausfuhr des Urans.
Iran würde damit für Monate nicht mehr genug Ausgangsmaterial besitzen, um genug Uran für eine Bombe anreichern zu können, sollte sich Teheraner Führung dazu entscheiden. Das aber ist der zentrale Grund, warum die USA und Frankreich den Entwurf gebilligt haben. Die USA erhoffen sich davon Zeit für den mühsamen Verhandlungsprozess, auch könnte das Israel von einem Angriff abhalten.
Iran strebt offenbar an, das Material im Land zu behalten, bis es die Brennstäbe geliefert bekommt. "Sie können nicht den Kuchen im Kühlschrank haben und ihn gleichzeitig essen", lehnte ein Diplomat diese Ansinnen ab. Die Iraner wollten das Abkommen so modifizieren, dass es "nur noch zu ihren Gunsten ist". Ein anderer Diplomat in Wien äußerte sich zurückhaltender. Er wies darauf hin, dass Iran noch keine endgültige Antwort unterbreitet habe, sondern es nur "eine erste mündliche Reaktion" gebe. Auch die IAEA sprach von einer "anfänglichen Antwort". Die Modalitäten der Uranlieferung hatten bereits großen Raum bei vorangegangenen Verhandlungen zwischen Iran, USA, Russland, Frankreich und der IAEA in Wien eingenommen.
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(SZ vom 30.10.2009/dmo)
ICE-Strecke
Nur z.B. :
http://abcnews.go.com/International/WireStory?id=8669342&page=2
Zitat aus dem Artikel : " Iran kept the facility, located 100 miles southwest of Tehran, hidden from the IAEA until revealing it in a letter to the IAEA on Monday. That suggests it may have done so only because it wanted to go on record before being exposed.(...)
The Iranians claim to have withdrawn from an agreement with the IAEA requiring them to notify the agency about their intent to build any new nuclear facilities and to be subject only to a six-month notification requirement. Ahmadinejad said Friday the plant was 18 months from being operational.
But the IAEA says Tehran cannot unilaterally withdraw from that bilateral agreement."
Zur langen Vorgeschichte iranischer Mogel- und Verschleierungsversuche auch :
http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_Non-Proliferation_Treaty#Iran
Wer über Jahre immer wieder trickst und verschleiert und dadurch jede Glaubwürdigkeit verspielt hat,muß ein erhöhtes Mißtrauen gegen sich gelten lassen ,mit allen sich hieraus ergebenden Folgerungen.
"Nach den Regeln der IAEC muß der Bau einer Anlage noch vor Baubeginn gemeldet werden,"
Und wo steht das? Oder haben sie sich dieses Regelwerk gerade eben selbst zusammengestrickt?
Spätestens 6 Monate vor Einbringung von Nuklearmaterial in eine neue Anlage muss die IAEO informiert werden. das sind die Regeln. Wenn sie andere haben, bitte Belege posten!
Wenn also der Iran ohnehin letzlich nur das tun will ,was ihm beliebt ,wozu dann der ganze Verhandlungszirkus ? Das kann demnach doch nur Zeitschinderei bedeuten.
Nach den Regeln der IAEC muß der Bau einer Anlage noch vor Baubeginn gemeldet werden,der Iran hat dies aber im Falle Kom erst in letzter Sekunde getan,nachdem ihm bekannt wurde,daß ihm der Westen auf die Schliche gekommen ist und unmittelbar vor der bevorstehenden Veröffentlichung steht .Selbst den mit Iran bündelnden Russen und Chinesen war das dann doch auch zuviel.
Gegen welche Besetzung genau agiert z.B. die libanesische Hisbollah ? Ich weiß,für Hisbollah und Hamas dauert der Besatzungszustand so lange an,bis Israel gänzlich vom Erdboden verschwindet.Hier schließt sich wiederum der Kreis mit dem Iran,der genau dasselbe Ziel propagiert.
Der Iran hat es erlebt, was es bedeutet vom Ausland abhängig zu sein und dann im Stich gelassen zu werden. Noch heute bekommt der Iran keine Ersatzteile für seine zivilen Fliugzeuge.
NIEMALS wird der Iran sich und sein Atomprogramm in die Hände irgendwelcher rechts- und vertragsbrechender Staaten legen. Der Iran hat das Recht anzureichern und er wird auch anreichern. Er lässt Inspektoren ins Land die das kontrollieren, ganz in Gegensatz zu den Hauptanklägern Israel und USA, die noch niemels irgeneine Kontrolle zugelassen haben.
Entweder die beiden finden sich damit ab, dass der Iran den ganzen Kreislauf beherrscht oder nicht. Ob sie überhaupt etwas dagegen tun können ist eh mehr als fraglich.
"entstand erst im Gefolge der wiederholten Versuche,die Inspektoren der IAEC zu betrügen und Kontrollen,zu denen er sich per Abkommen verpflichtet hatte , zu ver- oder berhindern .Das letzte Beispiel ist die jüngst entdeckte unterirdische Anreicherungsanlage bei Kom.Dazu kommt noch das Raketenprogramm und die unverhohlenen Drohungen gegen Israel,die Unterstützung von Terrorgruppen wie Hisbollah und Hamas, die allesamt ein beängstigendes Mosaik ergeben. "
Bitte mal genau ausführen, was das für Betrugsversuche gewesen sein sollen! Ihr letztes Beispiel zeigt schon, dass das nur ein Unsinns-Argument ist. Der Iran muss 6 Monate vor Einbringung von Nuklear-Material eine neue Anlage melden. Der Iran hat es mehr als ein Jahr zuvor gemeldet. Wo sie da nun irgendein kritkwürdiges Verhalten entdecken können, ist mir schleierhaft. Die "Drohungen" gegen Israel bestanden lediglich darin, dass der Iran ankündigte sich im Fall eines israelischen Angriffs verteidigen zu wollen. Was stört sie daran? das ist doch sein gutes Recht! Wenn hier eine unzulässig gedroht hat, dann ausschliesslich israel und die USA.
Hamas uns Hisbollah sind beides Widerstandgruppen, die gegen eine Besatzungsmacht kämpfen. Deren Unterstützung kann eigentlich nur jemanden stören, der den Besatzern nahesteht. Besatzung ist illegal, Besatzer auch und wer mit denen sympatisiert... nun ja....!
Zunächst danke für die wiederholten persönlichen "Nettigkeiten",die Sie mir allein heute hier und auch anderswo haben zuteil werden lassen. Wohl hebt dies Ihr Ansehen bei Ihrer Gefolgschaft hier und erhöht dazu sicherlich auch die Kraft Ihrer Argumentation.
Meines Wissens hat niemand etwas dagegen,wenn der Iran nur Atomstrom erzeugen und medizinische Forschungsreaktoren betreiben will.Für den Bau der dafür notwendigen Reaktoren und die Beschaffung des dafür notwendigen Urans,muß es ohnehin Devisen aus dem Ölexport ausgeben.Lediglich einen nicht großen Teil der Kosten für die Anreicherung des Urans - die teueren Anlagen dafür muß es nämlich ebenfalls im Ausland einkaufen - könnte sich das Land sparen. Diese theoretische Devisen-Ersparnis macht aber nur einen relativ geringen Teil des Stromerzeugungs-Kreislaufes aus.
Das Problem,welches der Iran mit der internationalen Gemeinschaft hat,entstand erst im Gefolge der wiederholten Versuche,die Inspektoren der IAEC zu betrügen und Kontrollen,zu denen er sich per Abkommen verpflichtet hatte , zu ver- oder berhindern .Das letzte Beispiel ist die jüngst entdeckte unterirdische Anreicherungsanlage bei Kom.Dazu kommt noch das Raketenprogramm und die unverhohlenen Drohungen gegen Israel,die Unterstützung von Terrorgruppen wie Hisbollah und Hamas, die allesamt ein beängstigendes Mosaik ergeben.
Ziel der gegenwärtigen Verhandlungen ist es,einen Weg zu finden,der dem Iran die friedliche Nutzung von Atomernergie ermöglicht und gleichzeitig die durch die Umtriebe des Iran allein entstandenen Befürchtungen der Weltgemeinschaft auszuräumen.Wer sich so verhalten hat und noch verhält wie der Iran,muß das akzeptieren.
Aber die Trickserei und das Spiel auf Zeit gehen weiter.
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