Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat in seinen Auftritt vor der UN-Vollversammlung ein Einlenken im Atomstreit ausgeschlossen - und übte besonders scharfe Kritik an den USA.

Vor der UN-Vollversammlung in New York sagt Ahmadinedschad: "Ich verkünde offiziell, dass wir die Debatte um das Atomprogramm als beendet betrachten." Der Iran beuge sich keinen "illegitimen und politisch motivierten Diktaten von arroganten Mächten".

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Irans Präsident Ahmadinedschad: "Illegitme und politisch motivierte Diktate von arroganten Mächten." (© Foto: dpa)

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Sein Land sei bereit, das Thema als "normale Frage" im Rahmen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) zu behandeln. Es sei allein deren Aufgabe, ohne Druck durch die USA oder andere Länder die "nuklearen Aktivitäten der Mitglieder zu beaufsichtigen".

Die USA drängen derzeit mit ihren Verbündeten im UN-Sicherheitsrat auf die Verhängung weiterer Sanktionen gegen den Iran. Ahmadinedschad warf den USA in scharfen Worten vor, weltweit die Menschenrechte zu verletzen.

"Leider werden die Menschenrechte ausgiebig gerade von jenen Mächten verletzt, die sich als deren exklusive Fürsprecher aufspielen", sagte Ahmadinedschad. "Geheimgefängnisse, Entführungen, Prozesse und geheime Strafen ohne Rechtsgrundlage, das ausführliche Abhören von Telefonaten, das Ausspähen privater Post - all das ist inzwischen gang und gebe", sagte Ahmadinedschad.

In den USA würden die Menschenrechte "den Profiten der Wirtschaft" geopfert. Die Sitze der US-Delegation waren während Ahmadinedschads Rede weitgehend leer. Vor dem iranischen Präsidenten hatten unter anderem US-Präsident George W. Bush, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy in ihren Reden vor der Vollversammlung scharfe Kritik an Ahmadinedschads Politik geübt.

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(AFP)