SZ: Das heißt, die Abschöpfung der Zusatzerlöse kommt auf die Brennelementesteuer noch oben drauf?
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Röttgen: Über Instrument und Abschöpfung wird im Zusammenhang des Energiekonzeptes noch zu entscheiden sein. Natürlich dürfen die Energieversorgungsunternehmen steuerlich auch nicht unverhältnismäßig belastet werden.
SZ: Welche Laufzeitverlängerung wird am Ende herausspringen?
Röttgen: Klar ist, beide Verfassungsressorts, Innen- und Justizministerium, haben die Bundesregierung in einer Stellungnahme darauf festgelegt, dass nur eine moderate Verlängerung ohne Zustimmung des Bundesrates möglich ist. Ein solches Gesetz beabsichtigt die Bundesregierung zu erarbeiten.
SZ: Und was bedeutet "moderat"?
Röttgen: Was das rechtlich bedeutet, werden die Verfassungsressorts noch konkretisieren. Dabei spielt der Zusammenhang zwischen der geplanten und der geltenden Rechtslage eine Rolle. Wir werden die Laufzeitverlängerung in Beziehung zum Status quo, zur vorhandenen Strommenge bei den Kernkraftwerken sehen müssen.
SZ: Die entspräche sieben Jahren.
Röttgen: Jetzt muss überlegt werden, ab welcher Jahreszahl Karlsruhe am Ende sagen würde: Hier ist auf jeden Fall der Bundesrat zu beteiligen. Das Ergebnis wäre dann nämlich gar keine Laufzeitverlängerung. Die Verfassungsrechtslage ist kompliziert, und wir müssen jetzt ausloten, was unter den politischen Rahmenbedingungen möglich ist.
SZ: Mit Energiepolitik hat das nicht mehr viel zu tun. Müssten Sie nicht erst ein Konzept entwickeln und dann Mehrheiten suchen, auch im Bundesrat? Dann müssen Sie eben mit der SPD reden.
Röttgen: SPD und Grüne sind dazu leider nicht bereit. Sie verweigern sich der Verantwortung. Dabei ist Verlässlichkeit die zentrale Anforderung an ein Konzept, das die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unseres Landes für Jahrzehnte definieren und die Weichen für die Zukunft stellen soll. Die Entscheidungen, die wir mit dem Energiekonzept treffen, müssen so sein, dass Unternehmen darauf Investitionsentscheidungen für Jahrzehnte gründen können. Und sie müssen jetzt getroffen werden, wenn wir den Anschluss an eine Entwicklung nicht verpassen wollen, die entweder mit uns oder ohne uns stattfindet. Dabei sollte Energiepolitik zu den Bereichen gehören, über die ein breiter ökonomischer, politischer und gesellschaftlicher Konsens herrscht. Das ist kein Thema, wo sich bei jeder Bundestagswahl der Kurs um 180 Grad drehen sollte.
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(SZ vom 30.07.2010/mob)
Youtube-Hit aus USA
Den Beitrag von - akkumensch.1on.de - kann man unter dem Gesichtspunkt nachempfinden, dass er Mitarbeiter oder Werbekraft eines Solarherstellers etc. ist, anderenfalls liegt eine akute Eiweißstörung vor. Sie nennen viel zu wenig Events, denn politische Auseinandersetzung hat etwas mit Wissen zu tun und nichts mit solchen Klamauk. All solchen Leuten sollte man rigoros den Strom abschalten. Ebenso alle damit zusammen hängende Vorteile, damit sie lernen, dass das Leben nicht nur Spaßgesellschaftsveranstaltungen besteht, sondern auch aus harter Arbeit.
und stehen der neuen Energie im Weg genau wie die Lobby der fossilen Brennstoffe.
Ich möchte gern Sepp58 ergänzen und einladen, sich an den nächsten großen Protesten zu beteiligen:
18. September Großdemo in Berlin
21. August: überall mit Liegestühlen herumsitzen in großen Gruppen und darüber verwunderte Passanten mit der Abschalt-Forderung konfrontieren.
... und vieles mehr, z.B. Atomkraft-Fan spielen und verkleidet symbolischen Atommüll verteilen... so von wegen: das ist doch alles harmlos und das in Biblis war nur ein kleiner in den Medien überbewerteter Test.
P.S.: sämtliche Mehbelastungen für Atomkraftanbieter werden letztlich auf den Verbraucher umgelegt bzw. vom Mitarbeiter erarbeitet. Daher ist es gesellschaftlich am effektivsten, schonmal den Anbieter zu wechseln oder ggf. den falschen Job zu kündigen ;-)
Das Kampagnennetzwerk Campact organisierte unterdessen in rund 50 Bundestagswahlkreisen vor Büros und Geschäftsstellen von Union und FDP mit Tröten, Pfeifen und Trommeln einen "Atom-Alarm". Mit der Aktion forderten die Demonstranten die Koalition auf, nicht am Atomausstieg zu rütteln und sich für eine konsequente Wende zu erneuerbaren Energien einzusetzen.
Regierung will im Herbst Energiekonzept vorlegen
Die Bundesregierung will Ende August Szenarien der Energieversorgung vorlegen und im Herbst ein umfassendes Energiekonzept beschließen. Ab 2011 soll zudem eine Brennelementesteuer als Bestandteil des Sparpaketes dem Bundeshaushalt jährlich Einnahmen von 2,3 Milliarden Euro einbringen. Damit sollen zum einen die Zusatzgewinne der Energieversorger aus der geplanten Laufzeitverlängerung teilweise abgeschöpft werden. Weiteres Ziel ist es, die Atomkonzerne an den Sanierungskosten für die Atommülllager Asse und Morsleben zu beteiligen.tagesschau.de
Teure Altlasten
Atomreaktor-Rückbau kostet Bund 10,6 Milliarden
Die Entsorgung ausgedienter Atomreaktoren und Kernforschungsanlagen wird den Bund zweistellige Milliardenbeträge kosten. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor, über die die "Financial Times Deutschland" und die Nachrichtenagentur DAPD berichten. Danach hat der Bund bis heute schon 5,2 Milliarden Euro für die Stilllegung und den Rückbau ausgegeben. Bis 2035 kommen noch einmal 5,4 Milliarden Euro hinzu, so dass die Gesamtsumme bis dahin auf mindestens 10,6 Milliarden Euro klettert - und es könnte noch mehr werden.
Kosten "nicht belastbar abzuschätzen"
Denn in dem Schreiben räumt das Forschungsministerium ein, dass sämtliche Kostenschätzungen "mit Unsicherheiten behaftet sind". Grund seien vor allem höhere Kosten für die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle sowie die starke Verzögerung beim Bau von Endlagern, was ebenfalls die Kosten in die Höhe treibt. Allein für die Stilllegung und Sanierung des Endlagers Asse II rechnet die Regierung derzeit mit mehr als zwei Milliarden Euro. Allerdings räumen die Beamten von Forschungsministerin Annette Schavan auch ein, die Kosten ließen sich derzeit "nicht belastbar abschätzen". Eine komplette Rückholung des Atommülls aus dem maroden Salzbergwerk werde nach einer ersten Machbarkeitsstudie etwa 3,7 Milliarden Euro kosten.
Rückbau von DDR-Kraftwerken teurer als erwartet
Beim Rückbau der DDR-Kernkraftwerke in Greifswald und Rheinsberg würden Mehrkosten von einer Milliarde Euro gegenüber der ursprünglichen Planung erwartet, wie es in dem Regierungsbericht weiter heißt. Auch die Sanierung alter Forschungsanlagen in Karlsruhe werde nach jetzigem Stand 85 Millionen Euro teurer als geplant. Allein die langen Planungszeiträume seien bereits ein Problem für die Kostenkalkulation, heißt es. Das geplante Endlager in Gorleben soll bis etwa ins Jahr 2080 für Mülllieferungen geöffnet bleiben. Allerdings ist noch unklar, ob und wann in Gorleben Müll endgelagert werden kann.
Der SPD-Haushaltspolitiker Klaus Hagemann sagte der "Financial Times Deutschland", die 10,6 Milliarden Euro seien "leider nur eine Untergrenze des Jahres 2010". Angesichts zahlreicher Sanierungsprojekte wie der Asse und dem Endlager Morsleben drohe "ein atomares Fass ohne Boden".
"Atom-Alarm" in den Wahlkreisen
Das Kampagnennetzwerk Campact organisierte unterdessen in rund 50 Bundestagswahlkreisen vor Büro
Bitte den eigenen Kopf einschalten beim Schreiben. Es ist ja irgendwie auch öffentlich. Das haben Sie wohl von C. Roth abgeschrieben? Welche Betriebe oder Unternehmen arbeiten denn gern ohne Gewinn? Einfach törricht der Beitrag.
Paging