Das ist sehr unwahrscheinlich. Zwar erzeugen die AKW vergleichsweise billigen Strom - sie haben aber nur indirekt Einfluss auf den Preis an der Strombörse. Eher schon werden die Betreiber versuchen, zusätzliche Belastungen etwa aus der Brennelementesteuer auf den Strompreis abzuwälzen. In der Vergangenheit hatten sie damit meist Erfolg.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 14./15.08.2010)
Zwei Gründe sprechen für den Ausbau der erneuerbaren Energien (EE):
- die von vielen ungeliebte Kernkraft ablösen zu können
- durch die umweltneutrale Energieproduktion das Klima zu retten (CO2-Emissionen aus Kohleverbrennung abzuschaffen)
Aber wer denkt bei dem augenblicklichen Gedöns um Ausstieg oder Verlängerung überhaupt noch an die Kohle? Immerhin erspart die Kernenergie in Deutschland jährlich die Emission von über 100 000 000 (einhundert Millionen !) Tonnen CO2. Bei einem sofortigen Ausstieg würde diese Menge durch fossile Energieproduzenten freigesetzt werden, bis in einigen Jahrzehnten die EE die Versorgung voll übernehmen können - immerhin sind z. Zt. etwa 25 neue Kohlekraftwerke in Planung oder Bau.
Deutsche gegen Ausweitung der Atomkraft-Laufzeit
dpa | 21.07.2010
Hamburg - Die Deutschen lehnen eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ab. 77 Prozent der Befragten sprachen sich bei einer TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der "Zeit" dagegen aus, die Meiler mehr als zehn Jahre länger als vereinbart am Netz zu lassen. Fast die Hälfte der Bevölkerung (48 Prozent) ist laut Studie dagegen, die Laufzeiten überhaupt zu verlängern.
58 Prozent der Deutschen wären bereit, für Strom aus erneuerbaren Quellen rund zehn Prozent mehr zu zahlen als bisher. 47 Prozent der Bürger glauben, dass die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke den Ausbau erneuerbarer Energien bremsen würde.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus hatte kürzlich für eine Frist von 15 Jahren und mehr plädiert. Diese Position wird von seinen Landsleuten im Südwesten deutlich abgelehnt: 47 Prozent wollen überhaupt keine Laufzeitverlängerung, 27 Prozent sprechen sich für eine Verlängerung um höchstens zehn Jahre aus. Acht Monate vor der Landtagswahl lehnen damit insgesamt 74 Prozent der Baden-Württemberger Mappus' Atompolitik ab.
Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hatte im Auftrag der "Zeit" vom 15. bis 17. Juli insgesamt 1130 Bürger telefonisch befragt.
Die gibt es tatsächlich. 75% der Bevölkerung sind gegen die AKWs, 10% wissen es nicht wo der Zug hingehen soll und der Rest weiß nicht wie Sie die Frage beantworten wo der Müll hinsoll und wo Sie nach einem GAU leben sollen.