SZ: Auch Iran gibt vor, mit seinem Atomprogramm nur billigen Strom herstellen zu wollen. Vermischen sich da nicht untrennbar verschiedene Motive?
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ElBaradei: Leider leben wir immer noch in einer Welt, in der Atomwaffen Macht und Prestige versprechen. Auch die Atommächte stützen sich in ihren Sicherheitsstrategien immer noch stark auf Atomwaffen. Wenn man nach Macht oder nach Sicherheit vor Angriffen strebt, ist es verlockend, Atomwaffen zu entwickeln oder zumindest die Fähigkeit dazu. Deswegen sage ich, die Iran-Frage ist letztlich ein Sicherheitsproblem. Das Atomprogramm ist nur Symptom eines darunterliegenden Gefühls der Unsicherheit und des Wunsches, als Regionalmacht anerkannt zu werden. Deswegen wird meiner Meinung nach der Atomstreit nur im Zuge direkter Verhandlungen über die regionale Sicherheit im Nahen Osten gelöst werden können.
SZ: Sie verlangen direkte Verhandlungen zwischen den USA und Iran?
ElBaradei: Natürlich, Europa sitzt nicht am Steuer, das sind die USA. Je eher es direkte Verhandlungen gibt, desto eher besteht Aussicht auf eine Lösung. Aber das wird nicht gehen, ohne die regionale Rolle Irans zu erörtern und die der anderen Länder im Nahen Osten. Und natürlich gibt es noch den Elefanten im Raum: Israels Atomprogramm. Das muss alles auf den Tisch, der Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern gehört auch dazu. Nur eine Gesamtlösung eröffnet der Region eine Entwicklungsperspektive, die es erlaubt, der zunehmenden Radikalisierung entgegenzuwirken, die eines Tages in nuklearen Terrorismus münden könnte.
SZ: In Ihrem Bericht steht, dass Iran die Urananreicherung immer besser beherrscht. Können die USA und Israel hinnehmen, dass Iran sich der Schwelle zur virtuellen Atommacht nähert?
ElBaradei: Die Frage ist, was können sie tun? Was sind die Alternativen zu direkten Verhandlungen? Solange wir ihre Anlagen überwachen, können sie keine Atomwaffen entwickeln. Und noch haben sie nicht die Zutaten, über Nacht eine Bombe zu bauen.
SZ: Das ist eine Frage von Monaten.
ElBaradei: Es ist vor allem eine Frage der Risikoeinschätzung. Ich kann nicht Gedanken lesen, ob Iran irgendwann tatsächlich eine Atomwaffe baut.
SZ: Ist das, wenn Iran eine bestimmten Punkt überschreitet, nicht genau der Grund für eine militärische Lösung?
ElBaradei: Ich fürchte, es gibt keine militärische Lösung. Das würde nur dazu führen, dass sich ganz Iran, selbst Oppositionelle, hinter der Regierung und ihrem Atomprogramm versammelten. Wichtiger noch, es würde Iran die Rechtfertigung für einen Crashkurs zum Bau von Atomwaffen liefern. Sie würden sich einfach verbunkern und das Anreicherungsprogramm wiederbeleben. Das Wissen ist da, das bekommt man auch nicht mit Bomben aus den Köpfen. Man kann vielleicht hinauszögern, dass Iran Atomwaffen entwickelt, wenn Teheran das wirklich vorhat. Aber Iran hat vielleicht verstanden, dass man sich damit begnügen kann, die Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen zu entwickeln. Im Falle eines Angriffs werden wir in ein paar Jahren vor einem viel schlimmeren Problem stehen. Und ein Angriff würde die ganze Region in einen Feuerball verwandeln.
Lesen Sie auf Seite drei, welchen Weg ElBaradei im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea vorschlägt.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
Stockender Kita-Ausbau
"und Israel hinnehmen, dass Iran sich der Schwelle zur virtuellen Atommacht nähert?"
Warum hat man es hingenommen das Israel bereits seit über 30 Jahren diese Schwelle überschreitet und bis heute illegal Atomwaffen baut?
"SZ: Das ist eine Frage von Monaten."
Und das ist eine peinliche Propagandalüge, denn mit dem heutigen geringen Zentrifugalkapazitäten bräuchte Iran mehrere Jahre und die IAEO würde es sofort ohnehin bemerken.
"Ist das, wenn Iran eine bestimmten Punkt überschreitet, nicht genau der Grund für eine militärische Lösung?"
Warum fordert dann niemand eine militärische Lösung gegen Israel, Indien, Nordkorea und Pakistan?. Wenn die Zionisten und US-Neocons nicht schleunigst ihre agressive, einseitige, heuhlerische und kompromisslose Politik gegen den Iran nicht ändern, dann wird der Iran nicht drumherumkommen um wirklich Atomwaffen zu bauen als letzte Lebensversicherung gegen einen Militärschlag der USA und/oder Israels, denn nur eine Atomwaffe wäre ein Garant, siehe Nordkorea.
"Die USA haben Gründe, warum sie Verhandlungen ablehnen. Irans Verstrickung in den Terrorismus ..."
So und die wären?, oder ist dies eher wie üblich eine feige und verlogene Ausrede um erst garnicht mit dem gesprächsbereiten Iran reden zu müssen, da die USA und Israel garnicht reden wollen, sondern Bombem fliegen sehen wollen gegen den Iran?.
"Die Gefahr eines Atomkrieges zwischen dem früheren Sowjetblock und den USA existiert nicht mehr"
Blödsinn des Tages, denn die aktuelle agressive Neoconpolitik und Einkreisungspolitik gegen Russland sowie die Pläne zur RAketenstationierung in Polen reizen Russland zusätzlich, neben dem Schandfleck Georgien und sollte der Russenhasser McCAin Präsident werden ist nichts mehr ausgeschlossen.
"in wenigen Monaten Atomwaffen herzustellen zu können, also spaltbares Material besitzen oder die Technik zu dessen Herstellung. Auch Iran befindet sich auf diesem Weg."
@SZ, wieder ein mal eine blödsinnige Behauptung von Ihnen, denn um Uran hoch anzureichern bedarfs es Hochtechnologie und tausender geeigneter Zentrifugen und ausser Israel, Pakistan und Indien hat kein anderes LAnd das nicht auch schon Atommacht ist diese KApazitäten.
Der Iran hat bisher nur rd. 4.000 Zentrifugen welche nur gering anreichern und ohne umfangreiche Umbaumasnahmen garnicht hoch annreichern können, was dann ohnehin der IAEO auffallen würde und mit nur rd. 4000 Zentrifugen würde es Jahre dauern um genügend spaltbares MAterial für eine einzige Atomwaffe zu erzeugen, angeblich wenige Monate ist absurd und wiederlegt.
"über zivile Nuklearzusammenarbeit zwischen den USA und Indien."
sowie militärische nukleare Zusammenarbeit der USA und Israels, denn sowohl das nötige Uran wie auch die Zentrifugen und Know-How kam aus den USA, bis heute.
"Indien, Pakistan und Israel werden nicht auf diesem Weg kommen, weil aus ihrer Sicht ihre Sicherheitsbedürfnisse dem entgegenstehen."
ennoch keine Sanktionen oder gar Kriegsdrohungen gegen diese, wie kommts dann das man den Iran sanktioniert und bedroht obwohl er keine einzige Atomwaffe hat, nachweislich keine entwickelt und Sperrvertragsunterzeichner ist und mit der IAEO zusmmenarbeitet?.
Soviel müsste sich inzwischen herumgesprochen haben, dass Terroristen sich als Soldaten verstehen und sich oft noch unter einem "höheren" Befehl einordnen, als die Armee eines Landes. Für den Zugang zu jedweder Waffe beanspruchen sie eine Legitimation, die für ihr Verständnis über die Rechtsprechung von Staaten und Bündnissen steht. Wenn sie sich Waffen bemächtigen, die unter solcher Kontrolle stehen, erlaubt ihnen ihre "höhere Legitimation" die Grenzen wie Hindernisse zu behandelt, die für ihren "heiligen Auftrag" zu überwinden sind. Das trägt zu ihrem Ruhm als Kämpfer nur bei.
Sobald sich die Gelegenheit ergibt, werden sie sich auch atomaren Waffen bemächtigen und die geltenden Regeln werden ihnen keinen Einhalt gebieten. Das ist nicht neu. Menschenleben sind für sie "Manöveriermasse", so wie sie es bei den Feldzügen imperialer Weltmächte bis heute noch vorgeführt bekamen.
Wie man insgeheim vermutet hatte, waren die Inspektoren die internationale Atomenergiebehörde, die damals die irakischen Anlagen inspiziert haben auch US-Agenten.
So verliert die Behörde auch den letzten Funken an Glaubwürdigkeit !
Der nukleare Terrorismus wird von allen geführt die dieses Teufelzeug besitzen. Die Deutschen müssen die Amerikaner auffordern diese Waffen vom Deutschen Boden sofort zu entfernen.
Paging