Mit den Forderungen nach längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke wollten sich manche "nur profilieren, um Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht so stark werden zu lassen", sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kurt Beck.
Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat die Forderungen von Unions-Ministerpräsidenten nach längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke gerügt. Die "ständigen Störmanöver" seien nicht nur "ärgerlich, sondern auch eine Ungehörigkeit", sagte Beck zum Auftakt einer SPD-Präsidiumssitzung in Berlin.
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Manche in der Union wollten "sich nur profilieren, um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht so stark werden zu lassen". Die SPD pocht auf das im Koalitionsvertrag festgelegte Festhalten am Atomausstieg.
In den Reihen der Union werden immer mehr Stimmen laut, die fordern, aus dem Atomausstieg auszusteigen. so haben mehrere Unions-Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Glos längere Laufzeiten für Kernkraftwerke gefordert, Hessens Regierungschef Koch plädiert sogar für neue Meiler.
Umweltminister Gabriel hat sich dagegen klar für das bestehende Atomausstiegsgesetz eingesetzt. Eine Verlängerung der Laufzeiten stelle "unmittelbar die Frage nach der Sicherheit der Kraftwerke", so Gabriel in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung.
Die nukleare Stromerzeugung mache die Energiewirtschaft von Uran abhängig, "das bei einer Verwirklichung gewünschter Ausbaupläne schon in knapp 25 Jahren erschöpft sein würde", so Gabriel.
Atomkraft, erklärte der Umweltminister, lohne sich nur bei einem Stromverbrauch - dieser widerspreche jedoch einer intelligenten Energienutzung, wie die knappen Ressourcen sie in Zukunft fordern.
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(sueddeutsche.de/dpa)