Bei den Verhandlungen über das iranische Atom-Programm hat die Europäische Union einen Durchbruch erzielt. Nach einmonatigem Tauziehen erklärte sich die iranische Regierung zu einem vollständigen Verzicht auf das Programm bereit.
Die Regierung in Teheran habe eine entsprechende schriftliche Zusage an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgesandt, bestätigte ein IAEA-Vertreter in der österreichischen Haupstadt. Bei der Behörde eingegangen sei der Brief aber noch nicht.
Der Chef der iranischen Delegation, Ali Akabar Salehi, bei der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien. (© Foto: AP)
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Aus dem Umfeld der EU-Verhandler in Wien hieß es, es herrsche "völliges Einverständnis zwischen der EU und den Iranern". "Alles" sei ausgehandelt worden. Der iranische Atom-Beauftragte Hassan Rouhani werde die Einigung noch am Sonntag in Teheran verkünden.
Die iranische Regierung bestellte am Abend die Botschafter Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs ein. Sie sollten Angaben aus Teheran zufolge über den Kompromiss informiert werden. Die drei Länder hatten im Auftrag der EU die Verhandlungen mit dem Iran geführt.
Die IAEA hatte Iran eine Frist bis zum 25. November gesetzt; sollte das Land bis dahin nicht seine Uran-Anreicherung stoppen, werde der Fall an den UN-Sicherheitsrat überwiesen. Vor allem die USA werfen Teheran vor, durch Uran-Anreicherung waffenfähiges Material für Nuklearbomben herstellen zu wollen.
Die IAEA hatte am Vortag zum zweiten Mal die Vorlage ihres Berichts über das iranische Atomprogramm verschoben. Den europäischen Diplomaten sollte mehr Zeit gegeben werden, Iran zu einer einvernehmlichen Beendigung seiner Uran-Anreicherung zu bewegen und dadurch UN-Sanktionen zu vermeiden.
Das EU-Vermittlungsteam aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich hatte Teheran einen umfangreichen Wirtschaftsaustausch angeboten, falls sich das Land zu einem Verzicht auf die Anreicherung von Uran bereit erklären sollte. Die Vermittlungsbemühungen der drei Länder wurden von der US-Regierung bislang eher skeptisch bewertet.
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(AFP)