Das allein ist ein ziemlicher Spagat, denn warum Atomstrom nötig sein soll, um am Ende Ökostrom zu bekommen, lässt sich nicht leicht verständlich machen. Die Kanzlerin wolle wissen, sagt ihr neuer Sprecher Seibert, "auf welchen Gebieten wir stark sind und was wir noch tun müssen". Der Schwerpunkt ihrer Bestrebungen bleibe der Ausbau erneuerbarer Energien; jedenfalls, solange dies den Strom nicht zu teuer mache.
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"Die Brücke ins erneuerbare Zeitalter ist überschritten"
Das schlägt sich auch in Merkels Reiseplan nieder. Zwar wird sie in zwei Wochen auch das Kernkraftwerk Lingen besuchen - mit 22 Jahren Betrieb eines der jüngsten AKWs in Deutschland -, zwar wird sie dort auch die Chefs der Stromkonzerne RWE und Eon treffen. Damit hat es sich aber.
Denn ebenfalls in Lingen steht ein Gaskraftwerk, das die Kanzlerin interessiert - und solche Anlagen sind für den Ökostrom-Ausbau tatsächlich wichtig. Sie können flexibel einspringen, wenn der Wind mal nicht so weht.
Nicht weit entfernt findet sich zudem das Bioenergie-Heizkraftwerk eines Gartenbau-Betriebs namens Emsflower. Auch dort wird die Kanzlerin aufkreuzen, ferner in einem Laufwasser-Kraftwerk am Rhein und einem Haus in Hessen, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Ein neues Kohlekraftwerk will sich die Kanzlerin auch ansehen.
Ein Atommeiler als ein Ziel unter vielen - das zumindest soll die Reise transportieren. Dabei verläuft die öffentliche Debatte genau andersherum, auch innerhalb der Union und der Bundesregierung.
Der Streit kreist derzeit eher um die Frage, ob die vier Betreiberkonzerne die Bundesregierung zu erpressen trachten oder nicht, wie und zu welchen Konditionen sich längere Laufzeiten bewerkstelligen lassen, ob sich innerhalb der Union eher die Umwelt- oder die Wirtschaftspolitiker durchsetzen werden. Der Ausbau etwa der Windenergie spielte zuletzt eher eine Nebenrolle.
Schon bangt auch die Windbranche, die Kanzlerin wolle mit dem Manöver nur ablenken. "Das darf nicht als Feigenblatt für Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken herhalten", sagt Hermann Albers, Präsident des Branchenverbandes BWE. "Die Brücke ins erneuerbare Zeitalter ist längst überschritten."
In der Nähe des Windparks an der Ostsee haben sie in aller Eile ein Festzelt aufgebaut, vom Besuch der Kanzlerin erfuhren sie erst vorige Woche. Jetzt aber sei alles bereit, sagt Martin Weiße, Abteilungsleiter beim Betreiber des Windparks, der Wind-Projekt GmbH. Selbst die Rotoren werden sich drehen. "Wind soll sein", sagt Weiße. "Und leider auch Regen."
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(SZ vom 18.08.2010/jobr/mikö/bön)
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Es stimmt schon, die Förderung der PhotoVoltaik in Deutschland ist tatsächlich Käse, da die Einstrahlwerte im Winter auf 10% sinken. Das Geld würden wir besser in Projekte wie Desertec oder AlphaVentus, bzw. in Speichertechnologien oder HGÜ Ausbau stecken.
Mal sehen ob die aktuelle Regierung in ihrem Energiekonzept darauf reagiert :o))
Gruß Balldieb
Zur Förderung Solarenergie: Der deutsche Staat hat Abnahmepreise für solar erzeugte Energie auf 20 Jahre garantiert. Diese grosszügige Förderung verursacht gewaltige Kosten--14 Milliarden Euro letzes Jahr, dieses Jahr werden es wohl 26 Milliarden Euro sein. Insgesamt, so schätzen Ökonomen, werden die bis 2013 installierten Anlagen die Kunden über 70 Milliarden Euro kosten. Trotz aller Zuwachsraten deckt die Sonnen- energie nur wenig mehr als ein einziges Prozent, wiederhole 1% des deutschen Strombedarfs ab. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!!!
Bei leeren Haushaltskassen und immens hohen Schulden wird es an der Zeit diesen links-grünen Irrsinn in Deutschland endlich zu Stoppen
nur teilweise halt nicht bei uns.
Und wenn man früher an vernünftigen Speichertechnologien geforscht hätte, wäre man auch schon viel weiter, die sonnenschein-freie (!) Zeit zu überbrücken. Natürlich stehen alternative Energien nicht immer unmittelbar dort zur Verfügung, wo man sie braucht, aber daher fordern freidenkende Wissenschaftler seit sehr vielen Jahren die Errichtung eines Hochvolt-Gleichstromnetzes im gesamten europäischen oder sogar mediterranen Raum.
Doch die selbstlose konventionelle Energiewirtschaft, die sich tagein/tagaus den Kopf über unser Wohlergehen zerbrechen, kassiert seit Jahrzehnten einen gewissen Anteil der Stromkosten für die Erhaltung des Netzes, repariert aber nur, wenn mal wieder ein alter Überlandmast wegen Schnee-, Eis- und/oder Windlast zusammengebrochen ist. Dieselbe Taktik, wie bei den AKW's. Bloß keine vernünftige Wartung und/oder Erneuerung. Und wenn's zum Gau kommt, haftet man ja nur für Peanuts, für den Rest blutet der Steuerzahler und die Gesundheit des Volkes.
Natürlich nicht!
herein, die Ihnen und uns die Regierung unterjubeln möchte. Schließlich hüpfen die Pellets nicht neben dem AKW gebrauchsfertig aus dem Boden, sondern stammen zu einem großen Teil aus riesigen Löchern in der Erde, für die reichlich CO2 bei Sprengungen, Transport und Aufbereitung fällig wird, auch wenn dies nicht bei uns entsteht. Und die sind inzwischen auch ohne Hilfmittel aus dem Orbit zu sehen.
Leider habe ich noch keine ernsthafte Vergleichsstudie gesehen, welche für die verschiedenen Methoden der Energiegewinnung eine relevante Material- (inkl. CO2) und Energiebilanz liefert. Dabei müsste vom Bau über Betrieb und Instandhaltung bis zum Rückbau, in vielen Fällen natürlich nur zu schätzen, alles eingearbeitet werden.
Da dürfte es dann vielfach Überraschungen geben, - möglicherweise auch im Alternativ-Bereich.
Paging