Beim Umgang mit Asylbewerbern haben die Länder im Süden Europas mehr Solidarität der anderen EU-Staaten gefordert. Nun sollen die Flüchtlingsströme besser verteilt werden.

Die 27 EU-Staaten peilen erstmals eine Verteilung von Asylbewerbern von einem Mitgliedsland ins andere an.

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Viele illegale Einwanderer versuchen, über das Mittelmeer in die EU zu gelangen. Häufiges Ziel ist Sizilien. (© Foto: AP)

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Auf einer "freiwilligen und koordinierten Basis" sollten schutzbedürftige Flüchtlinge zwischen den Mitgliedstaaten weitergereicht werden können, heißt es in der jüngsten Version des EU-Pakts zu Einwanderung und Asyl. Die europäischen Staats- und Regierungschefs sollen das Papier bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel an diesem Donnerstag beschließen.

Vor allem Malta und andere Staaten im Süden Europas haben wiederholt mehr Solidarität der EU beim Umgang mit Ankömmlingen aus Drittstaaten gefordert. Jedes Jahr wagen Tausende Menschen den gefährlichen Weg über Mittelmeer und Atlantik nach Europa. Hunderte finden dabei den Tod.

Der Einwanderungspakt geht in seinem Kapitel über die Asylpolitik auf die besondere Lage von Mitgliedstaaten ein, deren nationales Asylsystem einem besonderen Druck ausgesetzt ist. Der EU-Pakt zu Einwanderung und Asyl soll vor allem die Grundsätze der europäischen Migrationspolitik sichtbarer machen.

Er stellt unter anderem fest, die Einwanderung könne "entscheidend zum wirtschaftlichen Wachstum der Europäischen Union und derjenigen Mitgliedstaaten beitragen, die aufgrund ihrer Arbeitsmarktlage oder ihrer demografischen Situation Migranten brauchen".

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(dpa/gal/cag)