Asylbewerber Slowakei will keine muslimischen Flüchtlinge aufnehmen

200 Flüchtlinge will die slowakische Regierung ins Land lassen - aber bitte nur Christen. Muslime, heißt es, würden sich im Land nicht wohl fühlen.

Im Rahmen der Verteilung von Flüchtlingen auf die Staaten der EU wird die Slowakei 200 Syrer aufnehmen. Doch geht es nach der Regierung in Bratislava, dann werden darunter keine Muslime, sondern nur Christen sein. "Wir könnten 800 Muslime aufnehmen, aber wir haben keine Moscheen in der Slowakei", sagte Ivan Metik, Sprecher des Innenministeriums, der BBC. "Wie sollen die Muslime sich integrieren, wenn sie sich hier nicht wohlfühlen?"

Eine Diskriminierung muslimischer Flüchtlinge sieht Metik in dieser Haltung nicht. "Wir wollen Europa bei dieser Migrationswelle wirklich helfen, aber wir sind nur ein Transitland. Die Menschen wollen nicht in der Slowakei bleiben."

Ende Juni hatten sich die Staaten der EU in einer heftigen Debatte darauf verständigt, 40 000 Flüchtlinge von Italien und Griechenland auf andere Länder zu verteilen und 20 000 Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien in die EU zu lassen. Die Slowakei erklärte sich bereit, freiwillig 200 Flüchtlinge aufzunehmen. Eine verbindliche Quote, wie von der EU-Kommission gefordert, scheiterte am Widerstand vor allem osteuropäischer Staaten - unter anderem der Slowakei.

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