Nach den erneuten anti-israelischen Parolen aus Teheran hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland die deutsche Regierung zu scharfen Konsequenzen aufgefordert: "Empörung allein reicht nicht."
Vor dem Hintergrund erneuter anti-israelischer Parolen aus dem Iran hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, die Regierung zu scharfen Konsequenzen aufgefordert.
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"Es müssen Schritte erfolgen, die dem Führungsstab im Iran klar machen, dass die Äußerungen gegen das Völkerrecht verstoßen", sagte Spiegel der Netzeitung.
Auf die Frage, ob dazu auch zähle, dass die Bundesregierung die diplomatischen Beziehungen zum Iran abbrechen soll, sagte er: "Das meine ich auch damit."
Mit Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die die neuen israelfeindlichen Aussagen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad umgehend scharf zurückgewiesen hatte, sagte Spiegel, dass sei zwar zu begrüßen, "Empörung allein reicht aber nicht."
Er hoffe, dass die westliche Welt den Vorgang "ernst" nehme. "Es muss überlegt werden, ob diesem Land weiter Entwicklungshilfe gewährt werden kann."
Die Aussagen Ahmadinedschads wertete Spiegel als "Fortsetzung seiner bisherigen Angriffe auf Israel".
Ahmadinedschad hatte sich für die Schaffung eines jüdischen Staates auf deutschem und österreichischem Boden ausgesprochen.
Zugleich leugnete er nach iranischen Medienberichten vor Journalisten in der saudischen Pilgerstadt Mekka das Ausmaß der Judenverfolgung während der Nazi-Zeit.
Die US-Regierung kritisierte die Äußerungen als "himmelschreiend und verwerflich", Israel nannte sie "ungeheuerlich". Merkel und Frankreichs Präsident Jacques Chirac wiesen sie am Donnerstagabend in Berlin als "vollkommen inakzeptabel" zurück.
Der israelische Außenminister Silwan Schalom hat Forderungen des iranischen Präsident Mahmud Ahmadinedschad zur Schaffung eines jüdischen Staates auf deutschem und österreichischem Boden als gefährlich verurteilt.
Schalom rief Europa und die internationale Gemeinschaft am Freitag auf, mehr zu tun, um Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern.
"Ich glaube, heute können wir besser als zuvor verstehen, dass es kein Versprecher war", sagte Schalom im israelischen Rundfunk. "Seine Äußerungen (...), die früheren Erklärungen folgen, zeigen meiner Meinung nach ein Denken, das gefährlich ist."
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/AFP)
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