Im nordafghanischen Masar-i-Scharif sind alle sechs Tornado-Aufklärungsflugzeugen der Bundeswehr eingetroffen. Die Soldaten wollen sie in Kürze einsatzbereit machen.
Die Tornados sollen am kommenden Montag der NATO unterstellt werden und vom 15. April an die im Süden des Landes kämpfende Internationale Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) unterstützen.
Erfolgreich gelandet: Bundeswehr-Tornado in Afghanistan (© Foto: ddp)
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Die Tornados sollen dazu beitragen, das gesamte Lagebild in Afghanistan zu verbessern, bewegen sich also auch im umkämpften Süden.
Sie sollen unter anderem im Vorfeld Patrouillen-Strecken abfliegen und das Grenzgebiet zu Pakistan sowie Taliban-Stellungen beobachten.
Besonders strittig war vor der Entsendung, ob die Luftaufnahmen der Tornados auch dazu dienen könnten, dass Einheiten der Anti-Terror-Mission "Enduring Freedom" der USA sie für ihre Angriffe nutzen.
Insgesamt sind für die Tornados etwa 200 Bundeswehr-Soldaten in Masar-i-Scharif stationiert. Die Soldaten werden im Abstand von etwa drei bis vier Monaten ausgetauscht. Das Mandat für die gesamte Tornado-Mission ist zunächst bis zum 13. Oktober befristet.
Der Bundestag hatte dem Einsatz am 9. März trotz erheblicher Bedenken zugestimmt. Die Linksfraktion hatte danach gegen den Einsatz geklagt; die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist noch für April vorgesehen.
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(dpa)
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Die Entsendung der Tornados sind ein Zeichen dafür, dass wir gar nichts aus den zwei Weltkriegen gelernt haben. Die angebliche pazifistische Haltung Deutschlands hat so lange gehalten, bis wir uns vor einer echten Entscheidung wiedergefunden haben.
Sicherlich hätte es negative Konsequenzen für Deutschland haben können, wenn wir dem Ruf der Nato nicht folgen, aber unsere Volksvertreter hätten das auf sich nehmen müssen. Es ist leicht, den Pazifisten zu spielen, so lange man sich damit keinen ärger beschert.
Dem Volk in Afghanistan wäre besser mit humanitärer Aufbauhilfe geholfen, nicht mit Vorbereitungsarbeiten für Militärschläge. Das positive Bild Deutschlands als friedliche Nation, die an den Menschen und nicht an US-Politik interessiert ist, wurde nun ersetzt durch den "Erfüllungsgehilfen" des Erzfeindes, der USA.
Schade, dass man auch so die Rolle des glaubwürdigen Vermittlers verspielt.
Bitte die überschrift "Anti-Terror-Krieg" in Anführungszeichen setzen. Wir brauche hier keine bushistische "war-on terror"-Propaganda, mit der das sich immer mehr demaskierende global-imperialistische Streben der einzigen verbleibenden "Supermacht" nach Macht- und Ressourcensicherung kaschiert werden soll...Danke! PJ