Anti-Terror-Kampf IS-Anführer mit Verbindung zu Pariser Anschlägen getötet

  • Charaffe al Mouadan wurde dem Pentagon zufolge neben neun weiteren IS-Anführern bei Luftangriffen in Syrien getötet.
  • Er soll direkte Verbindungen zu Abdelhamid Abaaoud, dem mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge in Paris, gehabt haben.

Bei Luftangriffen in Syrien ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums ein Anführer des sogenannten Islamischen Staats (IS) mit direkten Verbindungen zu den Terroranschlägen von Paris getötet worden. Pentagon-Sprecher Colonel Steve Warren sagte in einer aus Bagdad übertragenen Pressekonferenz, Charaffe al-Muadan habe unmittelbar mit dem Planer der Anschläge in der französischen Hauptstadt, Abdelhamid Abaaoud, zusammengearbeitet. Außerdem sei al Mouadan mit Samy Amimour befreundet gewesen, der sich bei den Anschlägen in der Konzerthalle Bataclan in die Luft gesprengt hatte.

"Wir schlagen der Schlange auf ihr Haupt"

Al-Muadan habe Angriffe auf den Westen geplant, sagte Warren. Er sei am 24. Dezember von der Anti-IS-Koalition getötet worden. Warren sagte, im Dezember seien neun weitere IS-Führer bei Luftangriffen getötet worden. "Wir schlagen der Schlange auf ihr Haupt", sagte Warren. "Aber wir haben ihr noch nicht den Kopf abgetrennt, und sie hat immer noch Giftzähne."

Abdelhamid Abaaoud gilt als Kopf der Anschläge von Paris. Er kam bei einer Polizeiaktion in Saint-Denis am 18. November ums Leben. Bei den Anschlägen fünf Tage zuvor töteten die Terroristen 130 Menschen.