Durch Anschläge und Proteste von Castor-Gegnern haben sich mehr als 1300 Züge verspätet, 137 sind ausgefallen.

Die Deutsche Bahn hat Brandanschläge auf ihre Signalanlagen an diesem Wochenende scharf verurteilt. Bundesweit seien innerhalb einer Stunde neun Signalanlagen angezündet oder beschädigt worden, teilte das Unternehmen in Berlin mit.

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Bahnchef Mehdorn meldet zahlreiche Schäden an den Gleisen und Verspätungen. (© Foto: Getty Images)

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Bei den Tätern handele es sich offensichtlich um linksmilitante Gegner des Atommülltransports ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben. Auf die Strecke des Zuges mit dem Atommüll sei "kein einziger Anschlag dieser Art" verübt worden.

Wegen der Anschläge verspäteten sich nach Bahnangaben mehr als 1300 Züge, 137 Züge fielen ganz oder auf bestimmten Abschnitten aus.

Besonders stark betroffen sei der Norden Deutschlands gewesen. Bahnchef Hartmut Mehdorn kritisierte: "Am Ende wird dann leider auf die angeblich unpünktliche Bahn geschimpft, die einmal mehr nichts für derartige kriminelle Eingriffe kann."

Mehdorn äußerte sich entrüstet: "Es ist unerträglich, wie eine Minderheit von Extremisten unter dem Deckmantel des friedlichen Protestes bundesweit Hunderttausende Reisende skrupellos für ihre Zwecke in Haft nimmt. Ganz abgesehen von den Sachschäden in Millionenhöhe." Mit friedlichem Protest habe dies nicht mehr das Geringste zu tun. Es handele sich vielmehr um "kriminelle Aktionen".

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(AP/dpa/bica/ihe)