Immer mehr Menschen flüchten über das Meer nach Europa - und kommen dabei ums Leben. Innenminister Schäuble will nun konsequenter gegen Schleuserbanden vorgehen.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen schärferen Kampf gegen Schleuserbanden gefordert. Jeder Mensch, der bei seiner Flucht über das Meer nach Europa ertrinke, sei einer zu viel, sagte Schäuble im Deutschlandfunk.
Innenminister Wolfgang Schäuble: Boat-People sind "Opfer schlimmer krimineller Schleuserbanden". (© Foto: ddp)
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Er bezeichnete es als Auftrag Europas, den Ansturm auf seine Außengrenzen zu kontrollieren und dabei Opfer von Schleuserbanden aus Seenot zu retten. Flüchtlinge auf den Meeren in unsicheren Booten seien durchweg "Opfer schlimmer krimineller Schleuserbanden".
Organisierte Verbrecherbanden locken nach den Worten des CDU-Politikers Menschen auf "Seelenverkäufer" und schickten sie "auf eine ungewisse Reise - sei es über den Atlantik auf die Kanarischen Inseln, sei es über das Mittelmeer".
Europa versuche, die Zuwanderung über Visabestimmungen und andere Vorschriften zu regeln, da nicht alle Menschen nach Europa kommen könnten, so Schäuble. "Und das organisierte Verbrechen, die Schleuserbanden, versuchen, das zu umgehen und opfern gewissenlos die Menschen."
Die europäischen Länder retteten, wo sie könnten. Deutschland habe dazu auch Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz. "Die haben den klaren Auftrag, wo immer geholfen werden kann, zu helfen, zu retten. Es ist klare Politik aller europäischen Innenminister, Menschen nicht ertrinken zu lassen, aber gleichzeitig die illegale Einwanderung und die Schleuserkriminalität zu bekämpfen."
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(AP/bica/hai)
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