Erstmals macht US-Präsident Obama das Terrornetzwerk al-Qaida im Jemen direkt für den versuchten Anschlag auf ein Flugzeug im Anflug auf Detroit verantwortlich.
US-Präsident Barack Obama geht davon aus, dass die Islamistennetzwerk al-Qaida hinter dem an Weihnachten vereitelten Anschlag auf ein Passagierflugzeug steckt.
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Macht al-Qaida direkt für den Anschlagsversuch von Detroit verantwortlich: US-Präsident Barack Obama (© Foto: AFP)
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Die Ermittlungen förderten immer mehr Informationen über den Verdächtigen zutage, sagte Obama in seiner wöchentlichen Ansprache an diesem Samstag.
"Netzwerk der Gewalt und des Hasses"
Mit Blick auf den Attentäter, einen jungen Nigerianer, sagte Obama: "Wir wissen dass er in den Jemen reiste, ein von erdrückender Armut und tödlichem Aufruhr erfasstes Land."
Der Mann habe offenbar ein Al-Qaida-Mitglied getroffen und sei von der al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel ausgebildet worden; diese habe ihn mit Sprengstoff ausgestattet und ihm den Angriff auf das Flugzeug aufgetragen.
Bislang hatten US-Vertreter nicht von einer direkten Verantwortung der al-Qaida für den Anschlagsversuch, sondern lediglich von "Verbindungen" gesprochen.
Die USA seien im Krieg mit dem "weitverzweigten Netzwerk der Gewalt und des Hasses", sagte Obama.
Zu der von ihm angeordneten Untersuchung der Arbeit der Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit dem Vorfall an Bord des mit fast 300 Menschen besetzten Linienfluges aus Amsterdam erwarte er in den kommenden Tagen erste Ergebnisse.
Obama will Drahtzieher zur Rechenschaft ziehen
In der vom Weißen Haus veröffentlichten Botschaft drohte Obama den Hintermännern des gescheiterten Attentats an, sie zur Rechenschaft zu ziehen: "Und alle diejenigen, die an dem versuchten Terrorakt an Weihnachten beteiligt waren, sollen wissen - sie werden zur Rechenschaft gezogen werden." Die USA würden alles tun, um sich zu verteidigen und sie zu besiegen.
Ein 23-jähriger Nigerianer hatte kurz vor der Landung des Flugzeugs in Detroit am 25. Dezember versucht, einen Sprengsatz zu zünden, war aber von beherzten Mitreisenden und Besatzungsmitgliedern überwältigt worden. Sein Vater hatte der US-Botschaft in Lagos zuvor Informationen über die extremistischen Neigungen des jungen Mannes übermittelt.
Der Al-Qaida-Ableger im Jemen bekannte sich im Internet zu dem Anschlagsversuch. Obama geriet nach dem Vorfall innenpolitisch massiv unter Druck. Die Republikaner werfen ihm vor, bei der nationalen Sicherheit versagt zu haben. Zudem werden Fragen über die Zusammenarbeit der einzelnen Sicherheitsorgane gestellt.
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(Reuters/AFP/odg/jab)
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Die Wege dafür sind kurz:
den ersten hatten sie ja schon versehentlich festgenommen in detroit, nachdem Passagiere darauf aufmerksam gemacht hatten, dass Omar Faruk keinesweg allein gewesen sei. Dann haben wir noch den videofilmer, der leider sein Ergebnis der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stellte - obwohl er schon vor dem Wumms auf die Reihe hinfilmte. Zeuge u.a. das Ehepaar Huskell. Dann, leicht durch die Videoaufnhmen von Schiphol zu finden, der unbekannte gut gekleidete Inder/Pakistani, der Omar faruk durch die Sicherheitskontrollen brachte. Und nicht zuletzt Jasper Schuringa, Videoproducer, der ganz nervös wurde, als er bei CNN zu Details gefragt wurde, insbesondere zu weiteren Leuten drumrum.
Zusammen genomen ein schönes Häuflein. Leider aber fragt unsere Presse nicht nach z.B. den vielen Security-Aufnahmen von Amsterdam, mit denen leicht zu erkennen wäre, wie Omar faruk und mit wessen Hilfe durch die Sicherheit geschleust worden war.