Die baskische Untergrundorganisation ETA hat anscheinend ihre vor neun Monaten verkündete "Waffenruhe" gebrochen und einen Bombenanschlag auf dem Madrider Flughafen verübt. Dabei wurden 15 Menschen verletzt.

Nach einer telefonischen Warnung im Namen der baskischen Untergrundorganisation ETA ist am Samstag eine Autobombe auf dem Madrider Flughafen Barajas explodiert. Rundfunkberichten zufolge wurden etwa 15 Menschen leicht verletzt.

Anschlag am Madrider Flughafen

Passagiere verlassen nach dem Anschlag den Flughafen Barajas zu Fuß. (© Foto: dpa)

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Der Sprengsatz sei in einem Lieferwagen in einem der Parkhäuser des Terminals T-4 versteckt gewesen. In dem Parkhaus sei schwerer Sachschaden entstanden. Das Terminal wurde evakuiert und der Flugbetrieb zunächst eingestellt. Tausende Reisende wurden zur Sicherheit auf die Rollbahn gebracht.

Die spanische Regierung prüft den Berichten zufolge noch, ob der Anschlag tatsächlich von der ETA verübt wurde. Diese hätte damit ihre vor neun Monaten verkündete "Waffenruhe" gebrochen. Etwa eine halbe Stunde vor dem Attentat hatte ein anonymer Anrufer im Namen der ETA bei der Notdienstzentrale des Baskenlandes vor der Explosion gewarnt.

Unter den Verletzten seien zwei Polizisten, die ein verdächtiges Fahrzeug in dem Parkhaus überprüfen wollten.

Die ETA hatte am 22. März eine "dauerhafte Waffenruhe" verkündet, zuletzt aber immer wieder vor einer Rückkehr zum Terror gewarnt.

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte sich dagegen erst am Freitag mit Blick auf einen Erfolg des Friedensprozesses zuversichtlich gezeigt.

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(dpa)